Neue Studie Bayerns Bürger am wenigsten überschuldet

Informationsmaterial zum Thema "Schulden" liegt am auf einem Tisch. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv Foto: dpa

Nirgendwo in Deutschland sind die Bürger so wenig von Überschuldung betroffen wie in Bayern.

München - Mit 7,42 Prozent lag die Quote in 2018 dort in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie aus einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Neuss hervorgeht. 0,8 Millionen Menschen gelten demnach im Freistaat als überschuldet. Bayern führt die Liste mit der geringsten Verschuldung seit Jahren an, gefolgt von Baden-Württemberg, das eine Überschuldungsquote von 8,31 Prozent im laufenden Jahr aufweist.

Eine Überschuldung liegt für die Autoren dann vor, wenn ein Schuldner seine Verpflichtungen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" über einen längeren Zeitraum nicht begleichen und er seinen Lebensunterhalt weder mit eigenem, noch mit Kreditvermögen bestreiten kann. "Oder kurz: Die zu leistenden Gesamtausgaben sind höher als die Einnahmen."

Steigende Mieten ein Faktor

Die Überschuldungsquote bezeichnet den Anteil der Menschen ab 18 Jahren, bei denen diese Merkmale zutreffen. In den vergangenen 14 Jahren ist diese Quote in Bayern leicht um 0,24 Prozent beziehungsweise 84 000 Betroffene gestiegen.

Einen der Gründe haben die Autoren in den steigenden Mieten ausgemacht. "Wohnen ist zumindest in deutschen Großstädten zum Armutsrisiko, in jedem Fall zum Überschuldungsrisiko geworden", schreiben sie in der Analyse. Dennoch lägen Mietschulden im Ranking der am häufigsten auftretenden Schuldenarten lediglich auf Platz 9. Grund dafür sei, dass die Menschen viel dafür täten, dass auch bei finanziellen Engpässen die Miete bezahlt wird.

 

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