Bayerischer Rundfunk Die Studiotür steht offen

Thomas Gottschalk am Sonntag an alter Wirkungsstätte im Studio des Bayerischen Rundfunks. Foto: BR

Der BR hofft, dass Thomas Gottschalk sein Radiocomeback wiederholen möchte

 

"Das ist die Radioversion des Horrorklassikers ,Die Nacht der reitenden Leichen’. Im Sattel: Thomas Gottschalk“. Hörbar Spaß hatte der 62-jährige Moderator am Sonntag, als er den „Kultabend“ auf „Bayern 3“ moderierte. Überschwängliche Reaktionen des Senders und seiner Hörer – einige der Anrufer im Studio kannte er noch aus seiner Anfangszeit – dürften Balsam für die Seele sein, nachdem Gottschalk zuletzt im Fernsehen einige harte Niederlagen hatte einstecken müssen.

„Schön, wieder da zu sein“, sagte Gottschalk an alter Wirkungsstätte. Entsprechend nostalgisch fielen Moderation und Musikwahl in der zweistündigen Sendung am Sonntagabend aus.

Gottschalk spielte Musik von Def Leppard, R.E.M., Queen oder AC/DC – und „Here I Go Again“ von White-snake. Als ersten Song suchte er sich „Down The Dolce Vita“ von Peter Gabriel aus. Der Song ist aus dem Jahr 1977, als Gottschalk mit „Pop nach 8“ seine eigene Sendung bekam.

„Es ist nicht mehr so, wie es mal war“, musste er allerdings jetzt feststellen. „Man macht Radio jetzt im Stehen.“ Trotzdem möglich, dass es nicht bei dem einen Gastspiel bleibt. „Vielleicht darf ich ja nochmal“, sagte Gottschalk zum Abschied. „Ich habe noch Musik für eine Sendung mehr.“ Das ist auch Musik in den Ohren des Bayerischen Rundfunks. „Es war, als ob Thomas Gottschalk nie weggewesen wäre“, sagte Bayern 3-Programmbereichsleiter Walter Schmich. Er hoffe sehr auf eine Fortsetzung mit Gottschalk am Mikrofon. „Er selbst kann sich das auch in unregelmäßigem Abstand vorstellen, unsere Studiotür wird jedenfalls immer für ihn offen stehen.“ Konkrete Pläne gibt es nach BR-Angaben noch nicht.

 

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