Bayerischer Kabarettist Django Asül gibt türkischen Pass ab

Django Asül, Komiker und Kabarettist, ist jetzt Deutscher. Im Herzen fühlt er sich schon lange als Bayer. (hier: beim Maibock-Anstich 2011) Foto: Mike Schmalz

Der Kabarettist Django Asül gibt seinen türkischen Pass ab: „Eigentlich wollte ich ja warten, bis es einen bayerischen Pass gibt. Aber so habe ich es nur zum bayerischen Deutschen geschafft.“

 

Deggendorf/München – Der als bayerischer Türke bekanntgewordene Kabarettist Django Asül (39) hat seinen türkischen Pass abgegeben. Das sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Eigentlich wollte ich ja warten, bis es einen bayerischen Pass gibt. Aber so habe ich es nur zum bayerischen Deutschen geschafft.“ Seine Staatsbürgerschaft sei ihm „schon immer egal gewesen“, sagte Asül.

„Bei mir hätte es ja wirklich nur der bayerische Pass Sinn gemacht. Ich hätte auch schon eher gewechselt, wenn mich die Türkei entlassen hätte. Aber die wollten mich scheinbar nicht loswerden“, sagte der Kabarettist. Im Jahr 2007 war Asül der erste Fastenprediger beim jährlichen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg mit türkischer Staatsangehörigkeit.

Künstlerisch neu erfinden müsse er sich wegen des Schritts sicher nicht. „Zu mir kam keiner in eine Veranstaltung, weil ich einen türkischen Pass hatte.“ Aber im neuen Programm werde es sicher einige lustige Geschichten darüber geben, ob sich sein Leben verändert hat, seit er Deutscher ist.

Einen Einbürgerungstest habe er nicht mehr machen müssen. „Da meinte der nette Chef der entsprechenden Behörde in Deggendorf, dass das bei mir keinen Sinn macht.“ Ein politisches Zeichen sei sein Schritt nicht: „Ich hatte weder mit der Türkei noch mit türkischen Behörden Probleme.“ Aber dem Land sei es sicher auch völlig egal, wenn „irgendeiner, der nie dort gelebt hat, den türkischen Pass hat oder nicht“. Von einem Doppel-Pass halte er nichts. Asül – mit bürgerlichem Namen Ugur Bagislayici – macht seit 15 Jahren Kabarett.

 

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