Bauprojekt an der Donnersbergerbrücke Stadtreparatur am Ring

Das Hotelgebäude von den Donnersberger Höfen aus gesehen. Foto: Weickenmeier, Kunz + Partner

Direkt neben dem Central Tower sollen zwei Hotels entstehen – den Stadtgestaltern fehlt bei dem Entwurf noch die klare Kante.

 

Schwanthalerhöhe - Der Baugrund ist nicht gerade das, was man ein Idyll nennen würde: Im Schatten des Central Towers, gedrängt zwischen Bahngleisen und der Donnersbergerbrücke – einer der meistbefahrenen Brücken Europas. Prominent gelegen ist der Platz an der Münchner Stadteinfahrt aber allemal.

Ein Drei- und ein Vier-Sterne-Haus der Hilton-Gruppe mit zusammen rund 360 Betten sollen auf dem Grundstück entstehen, beide unter einem Dach. „Das Haus wird sicher sehr deutlich gesehen werden“, sagt der Architekt des Hotelbaus Norbert Weickenmeier, „dieser Verantwortung sind wir uns auch bewusst“.

prominente Lage ist auch der Grund dafür, dass Weickenmeier die Entwürfe für den Neubau in der vergangenen Woche in der Stadtgestaltungskommission präsentierte.

Die Kommission um OB Dieter Reiter entscheidet zwar nicht darüber, ob ein Projekt realisiert wird oder nicht, sie spricht aber Empfehlungen für Bauvorhaben aus, die für die Gestaltung der Stadt von Bedeutung sind.

Klassisch, modern und zeitlos, so sehen die Architekten des Büros „Weickenmeier, Kunz und Partner“ ihr Hotelgebäude: ein Bau, der „nicht auf spektakuläre Selbstdarstellung in Ausnutzung der Prominenz des Ortes“ setze. Den Mitgliedern der Kommission fehlte jedoch wohl genau das. Zu kraftlos sei der Entwurf, er habe zu viele schräge Anschnitte und zu wenig „klare Kante“. Thorsten Vogel vom Planungsreferat fasst es so zusammen: „Die Stelle ist sehr markant, da darf auch das Gebäude markanter sein.“

Die Empfehlung der Kommission lautet daher auch, die geplanten Fassaden nachzubessern. Architekt Norbert Weickenmeier nimmt die Kritik gelassen: „Wir werden im Entwurf jetzt etwas stärker an der Kante werden und das geplante Terrassengeschoss durch ein kantigeres Vollgeschoss ersetzen.“ Der Neubau, so sieht es der Architekt, soll eine Art „Stadtreperatur“ sein, wo Gleise und Donnersbergerbrücke die Stadt gewissermaßen aufreißen. Er sieht seinen Entwurf daher als Chance, ein bisschen Entspannung in die Gegend zu bringen, mit einem „ruhigen Stadtbaustein“.

Er hofft, dass der Bau des Hotels auf der Brachfläche an den Gleisen schon im November beginnen kann.

Die ersten Gäste sollen im Frühjahr 2017 in den beiden Hotels übernachten können – natürlich hinter Schallschutzfenstern.

 

14 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading