Basketball Viertelfinale in der BBL: Der bayerische Reiseplan

Intensives Duell: Bayerns Redding (r.) gegen Berlins Saibou. Foto: dpa

Die Basketballer des FC Bayern München starten mit der Serie gegen Frankfurt in die entscheidende Saisonphase der BBL. Ziel: Das Finale, in dem die Mannschaft von Coach Radonjic auf Erzrivale Alba Berlin treffen könnte.

München - Nun steht er also fest, der Playoff-Fahrplan der Basketballer des FC Bayern. Der Weg zum angestrebten deutschen Meistertitel führt für die Münchner zunächst über eine Viertelfinalserie gegen die Frankfurt Skyliners. Die verteidigten nämlich am letzten Spieltag der regulären Saison als Tabellenachter den letzten noch zu vergebenden Startplatz und fordern nun die Münchner heraus.

Dass die Bayern die reguläre Saison als Ligaprimus abschließen würden, stand schon vor dem abschließenden 83:72 in Bonn fest (hier der Spielbericht). Mit 31 Siegen in 34 Spielen stellten sie bei ihrem zweiten Hauptrunden-Gewinn nach 2014, als sie anschließend auch Meister wurden, nun auch noch einen Vereinsrekord auf. "Wir wollten gegen einen sehr guten Gegner und auf dessen Court trotzdem ein gutes Spiel abliefern", sagte Bayern-Coach Dejan Radonjic: "Das war zum Abschluss vor den Playoffs eine gute Steigerung, vor allem in der Verteidigung waren wir diesmal über weite Phasen konzentriert."

Viertelfinalserie der BBBL: FC Bayern gegen Frankfurt Skyliners

Nun richtet sich der Fokus der Bayern auf die Viertelfinalserie gegen Frankfurt, die im Modus Best-of-three ausgetragen wird und am Samstag (20.30 Uhr/Telekom Sport) in München beginnt. Platz eins nach der Hauptrunde garantiert dem FCBB das Heimrecht in Spiel eins, drei sowie - falls nötig - in der alles entscheidenden fünften Partie. Und zwar bis zu einer möglichen Finalserie.

Dass aber schon die Skyliners ein sehr ernstzunehmender Gegner sind, mussten die Bayern kürzlich beim Ligaspiel in Frankfurt feststellen. Bei dem 87:83-Sieg lagen sie nämlich zu Beginn des Schlussviertels noch mit 18 Punkten zurück, bevor sie das Spiel doch noch drehen konnten. Die Skyliners haben in Phil Scrubb, der in dieser Saison im Schnitt 19,6 Punkte erzielte, den Topscorer der Liga sowie in Tai Webster (15,5) einen weiteren sehr treffsicheren Spieler in ihren Reihen.

"Wir haben jetzt einen guten Mikrozyklus hinter uns, in dem wir viel gearbeitet, unsere Beine aufgeladen und Energie für die Playoffs gesammelt haben", fasste Bayerns Sportdirektor Daniele Baiesi die Geschehnisse der vergangenen vier Wochen zusammen. Anfang April hatte Radonjic den entlassenen Sasa Djordjevic als Chefcoach des FCBB abgelöst. "In die Playoffs gehen wir jetzt mit Demut, Selbstvertrauen und Enthusiasmus", sagte Baiesi.

FCBB: In möglichem Halbfinale gegen Brose Bamberg?

Der Blick der Bayern geht dabei freilich weit über das Viertelfinale hinaus. "In den Playoffs müssen wir uns noch einmal deutlich steigern", weiß Baiesi, "wobei wir die Ambition haben, unser letztes Saisonspiel zu gewinnen." Also: den Titel. Der Weg dorthin ist wahrlich kein leichter. Im Halbfinale könnte es zum Duell mit Titelverteidiger Brose Bamberg, das zunächst auf Bonn trifft, kommen. Und in einer möglichen Finalserie dann zum Kräftemessen mit dem Vorrunden-Zweiten Alba Berlin.

Mit dem Erzrivalen aus der Hauptstadt liefern sich die Münchner schon während der gesamten Saison ein packendes Fernduell. Albas Trainer-Routinier Aito Garcia Reneses wurde von der Liga als Coach der Saison ausgezeichnet, US-Profi Luke Sikma als wertvollster Spieler. "Es geht erst richtig los", sagte Berlins Manager Marco Baldi vor dem Viertelfinale gegen Oldenburg: "Jeder Basketballer weiß: Jetzt kommt die Money Time."

 

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