Basketball-Finale gegen Bamberg FC Bayern: Mit neuer Kraft in die "Frankenhölle"

Der Überflieger: Bayerns Brice Taylor jubelt am Korb hängend über den Erfolg gegen Bamberg. Foto: Rauchensteiner/augenklick

Shwodown in der Basketball-Bundesliga: Die Bayern wehren gegen Bamberg den Matchball ab und sehen nun wieder gute Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Entscheidung am Sonntag.

 

München Andrea Trinchieri wollte nach dem kläglich vergebenen Matchball nur schnell weg. Als der Bamberger Coach mit finsterer Miene schon längst im Bus saß, plauderte sein Münchner Kollege Svetislav Pesic immer noch bestens gelaunt über den souveränen 83:73 (45:34)-Sieg seiner Bayern in Spiel vier und die Aussichten der Münchner für den Showdown am Sonntag (15.00 Uhr/exklusiv bei telekombasketball.de) bei den Brose Baskets.

Und die sieht Pesic auch in der "Frankenhölle" durchaus positiv. "Dieser Sieg bringt uns neue Kraft", sagte der erfahrene Coach der Bayern nach dem 2:2-Ausgleich in der spannenden best-of-five-Meisterschaftsserie und fügte an: "Wir wollen etwas Spezielles erreichen."

Meister Bayern fährt auf seinem Weg zum angestrebten erneuten Titelgewinn mit viel Rückenwind und mit bislang guten Erfahrungen nach Bamberg. Vergangene Saison gewannen die Münchner im Halbfinale das entscheidende fünfte Spiel gegen Oldenburg, diesmal war Alba Berlin im Halbfinale beim 3:2 das "Opfer". "Warum soll uns das diesmal nicht wieder gelingen?", meinte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic.

Die Münchner haben das Momentum auf ihrer Seite. Während es den Bayern gelang, "dass Bamberg auf keinen Fall in unserer Halle feiert", wie Topscorer und Kapitän Bryce Taylor zufrieden feststellte, lief beim Hauptrundenersten nicht viel zusammen. Entsprechend bedient war Trinchieri. "Es war nicht genug, um den amtierenden Meister zu entthronen. Wir waren weit davon entfernt, konkurrenzfähig zu sein", schimpfte er, um lapidar anzufügen: "Also Spiel fünf in Bamberg."

Da hoffen die Münchner auf Guard Anton Gavel, der in Spiel drei und vier wegen einer Hüftverletzung passen musste. "Er will unbedingt, man muss jetzt gucken, wie es mit den Schmerzen geht", sagte Marko Pesic. "Die Zeit arbeitet für uns", ergänzte sein Vater Svetislav.

Am Sonntag darf mit Sicherheit auch NBA-Star Dennis Schröder in die Halle - wenn er will. Der Sympathisant der Brose Baskets hatte sich am Mittwoch beschwert, von den Bayern kein Ticket bekommen zu haben. "Leider werde ich als parteiisch betitelt und daraus resultiert, dass mir die Verantwortlichen für dieses Spiel keine Karten geben können (oder geben wollen?)", schrieb Schröder (21) bei Instagram. Die Bayern wehrten sich gegen diese Darstellung. "Glauben Sie wirklich, dass ich nur Bayern-Fans Tickets gebe?", sagte Marko Pesic bei Sport1. Die Anfrage Schröders sei schlicht zu spät eingegangen. Atlantas Point Guard Schröder, mit Bambergs Daniel Theis eng befreundet, war für Bamberg in Spiel zwei und drei der Glücksbringer. Diese Rolle soll er auch am Sonntag wieder einnehmen.

 

0 Kommentare