Bankfiliale in Ottobrunn Panzerknacker schlagen wieder zu - allerdings ohne Erfolg

, aktualisiert am 02.05.2018 - 16:08 Uhr
Diesmal blieb es nur beim Versuch der Sprenung - die Täter wurden bei ihrem Vorhaben gestört. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Schon wieder schlagen die Panzerknacker zu – diesmal erneut in Ottobrunn! Doch die unbekannten Täter müssen ohne Beute flüchten, offenbar wurden sie kurz vor der Sprengung gestört. Es ist der vierte Vorfall in einer Woche.

 

Ottobrunn - Zweimal waren die Täter in der vergangenen Woche erfolgreich. Sie sprengten in Ottobrunn und in Grünwald Geldautomaten und erbeuteten über 200.000 Euro. Doch bei ihren beiden letzten Versuchen am Maifeiertag und in der Nacht auf Mittwoch scheiterten die Täter.

Die Serie begann am vergangenen Mittwoch in Ottobrunn. Die Täter jagten mit Gas in einer Filiale der Deutschen Bank einen Geldautomaten in die Luft. Beute: rund 100.000 Euro.

In der Nacht auf Mittwoch kehrten sie nach Ottobrunn zurück. Diesmal suchten sie sich die Commerzbank in der Rosenheimer Landstraße aus. Wieder leiteten sie Gas ein. Doch dabei wurden sie offenbar gestört. Die Täter kamen nicht dazu, die Ladung zu zünden. Eilig packten sie ihre Sachen zusammen und flüchteten aus der Bank. Der automatische Alarm verständigte gegen 2:30 Uhr die Polizei. Minuten später waren die Panzerknacker bereits wieder verschwunden.

Bei den Tätern handelt sich um drei Männer, die in einem dunklen Auto, vermutlich einem Audi A4 Kombi, unterwegs sind. Sämtliche Tatorte liegen im Münchner Südosten. Zuletzt schlugen sie in einer Deutschen Bank in Berg am Laim zu.

Geldautomaten gesprengt: Die Taten häufen sich

Am Maifeiertag jagten sie in der Filiale in der Kreillerstraße gegen 3:30 Uhr einen Geldautomaten in die Luft. Doch die Ladung war zu schwach. Der Tresorbereich hielt dem Explosionsdruck stand. Die Täter kamen nicht an die Scheine in den Geldkassetten heran. Sie flüchteten ohne Beute.

In der Nacht auf Donnerstag letzter Woche schlugen die Panzerknacker in der Deutschen Bank in Grünwald zu. Dabei erbeuteten sie rund 100.000 Euro.

Bemerkenswert ist die Dreistigkeit der Bande. Vier Geldautomaten innerhalb von sieben Tagen. Diese Häufung ist ungewöhnlich. In Nordrhein-Westfalen und zuletzt auch in Hessen häufen sich ebenfalls Taten. Immer mehr Banken gehen deshalb dazu über, spezielle Sicherungssysteme einzubauen. Manche Täter weichen daher weiter nach Süden aus, weil hier die Alarmsysteme oft noch nicht nachgerüstet sind.


Zeugenaufruf: Wer hat zur angegeben Zeit sowie gegebenenfalls einige Tage zuvor, in der Rosenheimer Landstraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? In der Vergangenheit fielen bereits junge Männer bei anderen Taten mit einem dunklen Audi, vermutlich A6 Kombi in einer Sportausführung, auf. Rufen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend über den Notruf 110 die Polizei!

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 51, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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