Bambergs Manager Heyder kritisiert Hoeneß:„Ablehnenswert"

"Das tut dem Basketball überhaupt nicht gut“. Manager Heyder empört sich über den Umgang der Bayern mit Ex-Trainer Bauermann. Foto: dpa

Manager Wolfgang Heyder von Brose Baskets Bamberg Uli Hoeneß für dessen öffentliche Abrechnung mit dem entlassenen Trainer Bauermann scharf kritisiert.

 

München - Manager Wolfgang Heyder von Basketball-Bundesligist Brose Baskets Bamberg hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß für dessen öffentliche Abrechnung mit dem gerade erst entlassenen Trainer Dirk Bauermann kritisiert. „Es sind ja schon früher in der BBL Trainer entlassen worden – aber diese sonderbare Kultur, dann so etwas in der Öffentlichkeit auszutragen und auszubreiten, die ist neu und tut dem Basketball überhaupt nicht gut“, sagte Heyder der „Süddeutschen Zeitung“.

Der frühere Bundestrainer Bauermann war am 27. September sechs Tage vor Beginn der neuen Saison von Bayern München entlassen worden. Als Grund gaben die Münchner Differenzen über die künftige Ausrichtung der Basketball-Abteilung des Vereins an. Nach der Auftaktniederlage der Bayern zu Hause gegen Oldenburg (61:80) unter dem neuen Trainer Yannis Christopoulos hatte Präsident Uli Hoeneß gegen Bauermann nachgetreten, indem er ihm offen fachliche Fehler vorwarf.

Bauermann war von 2001 bis 2008 in Bamberg

„So etwas hat es im Basketball noch nie gegeben, und das braucht auch niemand. Für mich ist das extrem störend und ablehnenswert, wie hier eine Person und ein Mensch demontiert wird“, sagte Heyder, der mit Bauermann von 2001 bis 2008 zusammengearbeitet hatte. Uli Hoeneß sei für ihn „in vielen Bereichen nach wie vor ein Vorbild“. Mit der öffentlichen Schelte für Bauermann sei Hoeneß aber zu weit gegangen: „Das Echo in der Liga ist durchgehend so, dass wir es nicht gutheißen können, wie Dirk Bauermann offen demontiert wird. Das ist unanständig.“

Hinsichtlich der Vorwürfe, Bauermann habe seine Mannschaft außerhalb der Halle nicht im Griff gehabt und Eskapaden nicht effektiv unterbunden, nimmt Heyder auch den Klub in die Pflicht. „Wieso geht da in München der Verein nicht klarer dazwischen? Der Trainer muss mit Spielern sportlich streiten, das sind harte Konflikte. Nein, da hätten die Bayern drastisch eingreifen und ihren Trainer schützen müssen“, sagte der Bamberger Geschäftsführer.

 

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