Bald Stammgast am Revier Frauchen besoffen: Hund Henry flüchtet zur Polizei

Bulldogge Henry fühlt sich wohl bei der Polizei. Nur fotografiert zu werden, das findet er offenbar langweilig. Foto: Bundespolizei

Armer Henry! Sein betrunkenes Frauchen kümmert sich offensichtlich nicht ordentlich um ihn. Wenigstens findet er Schutz bei der Polizei am Hauptbahnhof.

Ludwigsvorstadt - Da staunten die Polizisten im Herbst letzten Jahres nicht schlecht: Eine stark alkoholisierte Frau war damals ihres Hundes überdrüssig - und gab ihn kurzerhand bei der Bundespolizei am Hauptbahnhof ab. Die Bulldogge namens Henry kam daraufhin ins Tierheim. Am nächsten Tag wollte die Frau ihren Hund zurück und holte Henry wieder ab. Das Ganze geschah im Oktober.

Henry wird Stammgast bei der Polizei

Doch nun droht Henry zum Stammgast auf dem Revier zu werden - offenbar fühlt er sich bei den Beamten sehr wohl. Kein Wunder: Auf dem Revier gibt's für ihn ja auch immer eine große Schüssel Wasser, Futter und eine Extraportion Streicheleinheiten.


Bundespolizistin Jamie (23) und "Henry" im Oktober 2016.

Am Samstagmorgen jedenfalls stattete er den Polizisten auf der Wache am Hauptbahnhof wieder einen Besuch ab. Streifenpolizisten hatten ihn dorthin mitgebracht, als sie den Hund gegen 8:30 Uhr allein am Bahnhof herumstreunen sahen - ohne Leine, Halsband und Steuermarke. Henry erkannte die Polizisten ganz offenkundig wieder: Als die Beamten seinen Namen riefen, reagierte er darauf, lief freudig auf die Polizisten zu und begrüßte sie. Dann sei er den Beamten "freiwillig" zur Wache gefolgt, wie die Polizei mitteilte.

Wenig später meldete sich die stark alkoholisierte Besitzerin, eine 29 Jahre alte Frau aus Milbertshofen. Weil sie verwirrt gewirkt und weder Leine noch Halsband dabei gehabt habe, bekam sie ihren Hund "aus Gründen der Gefahrenabwehr" zunächst nicht zurück, so die Polizei. Erst als sie gegen 11:45 Uhr samt Halsband, Hundemarke und Leine in "besserem Zustand" erschien, war Henrys Besuch auf der Wache wieder beendet, er durfte mit Frauchen nach Hause gehen.

Aber wie heißt es doch so schön? "Und täglich grüßt das Murmeltier... äh... der Fundhund."

 

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