Badegast beinahe ertrunken "Sehr, sehr viel Glück": Der Lebensretter vom Riemer See

Idylle am Riemer See – doch hier kommt es immer wieder zu Unglücksfällen. Am Samstag musste Benjamin Kargerer von der Wasserwacht einen Ertrinkenden retten. Foto: Mühlthaler, Wasserwacht

Ein Badegast wäre im Riemer See fast ertrunken - rechtzeitig erkennen am Samstag zwei Ehrenamtliche der Wasserwacht, dass der Mann zu ertrinken droht.

Riem - Seinen Sprung ins kühle Wasser des Riemer Sees hatte sich ein Mann am Samstag wohl anders vorgestellt. Offensichtlich rechnete der Badegast nicht damit, dass er im tiefen Wasser landen würde.

Der Chef der Riemer Wasserwacht, Mirko Schröder, berichtet: "Zwei Kameraden beobachteten, wie der Badegast vom Steg ins Wasser sprang." Der Mann habe anschließend einige Schwimmzüge gemacht und mit den Armen signalisiert, dass er Hilfe benötigte. "Augenscheinlich konnte er nicht richtig schwimmen, ihn verließen aufgrund des kalten Wassers und seiner Kleidung die Kräfte. Es konnten dann auch keinerlei Schwimmbewegungen mehr festgestellt werden."

Großes Glück hatte der Mann, dass die Wasserwachtler das Geschehen zufällig mitbekamen, denn häufig gehen Ertrinkende leise und unbemerkt unter, sodass die Retter keine Chance haben. Am Samstag allerdings sprang Wasserwachtler Beni Kargerer sofort mit der Rettungsboje ins Wasser um dem Mann zu helfen. "Mit Hilfe der Boje konnte Beni den bereits regungslosen Schwimmer zum Steg ziehen", so Mirko Schröder, der gemeinsam mit einer weiteren Wasserwachtlerin den Verunglückten in Empfang nahm und medizinische Erstversorgung leistete.

Kurz darauf traf auch der bereits gerufene Notarzt ein, der den Geretteten übernahm und in ein Münchner Krankenhaus brachte.

Badegast im Glück: Wasserwacht war auch außerhalb der Wachzeit da

Mirko Schröder freut sich, dass die Wasserwacht rechtzeitig zur Stelle war: "Der Badegast hatte sehr viel Glück, da zufällig die Kameraden am See waren und so schnell eingreifen konnten. Es ist gar nicht auszudenken, was hätte passieren können, da sich zu diesem Zeitpunkt trotz des schönen Wetters nur wenige Leute am See aufhielten!"

Die BRK-Wasserwacht Riem gibt es seit der Buga 2005, die Station ganz im Nordosten des Sees wird von Ehrenamtlichen betreut, die in der Badesaison an den Wochenenden Dienst schieben. Weil es aber auch außerhalb der offiziellen Wachzeit viel zu tun gibt, sind nicht selten Helfer vor Ort. So war es auch am Samstag, zum Glück für den ertrinkenden Badegast.

Am Riemer See sind seit seiner Eröffnung 2005 schon mehr als zehn Menschen ertrunken. Die Stadt hat den abrupt steil abfallenden Uferbereich inzwischen durch Bojen kenntlich gemacht, die Wasserwacht fährt auf E-Bikes Streife.

 

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