"Babylon Berlin" ARD und Sky eifern Netflix nach

Tom Tykwer wird bei "Babylon Berlin" Regie führen Foto: Evan Agostini /Invision/AP

Es ist immerhin ein Anfang: Im Kampf um den Zuschauer machen die ARD und Sky Deutschland nun erstmals gemeinsame Sache und produzieren eine Serie. "Babylon Berlin" soll mit bekannten US-Serien-Vorbildern mithalten können.

 

Der große US-Serien-Boom und die Abwanderung der TV-Zuschauer ins Web bringen deutsche Sender unter Zugzwang. Um sich künftig gegen die starke Konkurrenz aus dem Ausland behaupten zu können, ziehen Sky Deutschland und die ARD nun an einem Strang und produzieren erstmals gemeinsam eine Serie. Auf Basis der erfolgreichen Bestseller-Reihe von Volker Kutscher erzählt "Babylon Berlin" die Geschichte von Kommissar Gereon Rath, der im Berlin der 1920er Jahre ermittelt. Dargestellt werde "das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus", wie es weiter heißt.

Von einer "wegweisenden Premiere in der deutschen Film- und Medienlandschaft" ist in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Rede. "Um dieses anspruchsvolle und aufwendige Projekt realisieren zu können, möchten wir einen neuen Weg der Kooperation mit Sky ausprobieren. Dies könnte auch ein Modell für die Zukunft sein", äußert sich der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor zur Zusammenarbeit. Als Showrunner und Regisseur konnte Tom Tykwer (49, "Cloud Atlas") gewonnen werden.

Ob es das fertige Produkt dann tatsächlich mit den großen Vorbildern, etwa der vielzitierten Netflix-Eigenproduktion "House of Cards" aufnehmen kann, wird sich zeigen. Immerhin versuchen es ARD und Co. nun aber wenigstens.

 

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