Baby in Ketten Shitstorm für Versace-Kampagne mit Gigi Hadid und Karlie Kloss

Versace inszeniert die jungen Models Gigi Hadid und Karlie Kloss als Mehrfach-Mamas. Doch das ist nicht der einzige Aufreger der neuen Kampagne. Auch von Rassismus ist die Rede.

 

Mailand - Eigentlich können Modemarken nichts falsch machen, wenn sie Gigi Hadid (21) und Karlie Kloss (23) als Werbegesichter buchen. Eigentlich. Denn die neue Versace-Kampagne beweist, dass es trotz der angesagtesten Topmodels zu einem echten Shitstorm kommen kann. Schuld daran sind allerdings nicht die zwei Blondinen, sondern deren seltsame Inszenierung.

Auf den Werbefotos werden Hadid und Kloss als toughe Power-Mütter dargestellt. Beide Models sind aber erst Anfang 20. Tatsächlich sind die Kinder auf den Bildern auch schon bis zu fünf Jahre alt. Würde es sich um den echten Nachwuchs handeln, hätte Hadid schon mit circa 15 Jahren schwanger werden müssen. Eine recht unrealistische Vorstellung, die viele Fans verärgert. Doch damit nicht genug.

Ist die Werbung rassistisch?

Seltsam: Um den Kinderwagen ist eine Eisenkette gelegt Foto:Instagram.com/versace_official

Mehr noch als die Teenager-Mütter empört zahlreiche Beobachter ein ganz anderer Punkt: In dem Kinderwagen, den Gigi Hadids fiktiver Ehemann schiebt, ist ein farbiges Baby angeschnallt - mit einer Eisenkette. In zahlreichen Instagram-Kommentaren wird kritisiert, dass dies rassistisch sei. "Ketten sind ein Folter-Instrument. Ketten werden dazu benutzt, Menschen zu verletzten. [...] Das ist kein Fashion-Statement, sondern gefährlich und dumm, gerade in der Nähe eines Babys", schrieb eine Instagram-Userin.

Was Versace sich bei der seltsamen Werbestrecke wirklich gedacht hat, wird nicht deutlich. Auch das Statement, das als Bildunterschrift bei Instagram gepostet wurde, hilft nicht weiter. Doch eins steht fest: Aufmerksamkeit gab es für die Kampagne auf jeden Fall - und das ist letztendlich das Ziel von Werbung.

 

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