AZ testet den Kompakt-SUV-Star Mazda CX-5: Auf der Erfolgsspur

Der Mazda CX-5 wurde letztes Jahr optisch und technisch aufgefrischt und soll den Erfolg seines Vorgängers fortsetzen. Foto: Rudolf Huber

Mit dem CX-5 hat Mazda ein sehr erfolgreiches Modell in die boomende Kompakt-SUV-Klasse entsandt. Im AZ-Test überzeugt er mit inneren und äußeren Werten.

München - Schick rollt er an, die 900 Euro teure Sonderlackierung in Magmarot Metallic steht dem japanischen SUV ungemein gut. Die seit dem Facelift Mitte letzten Jahres schärferen Linien, die Front mit knackigen Kanten und deutlicher konturierten Scheinwerfern und die dezent reduzierte Höhe sorgen zusammen mit der sanfter geschwungenen Seitenlinie für einen elegant-dynamischen Auftritt. Der CX-5 kleidet die Passagiere auch beim Opernbesuch adäquat. Und er ist sich nicht zu schade, auch mal locker durch Kieswege oder über verschneite Straßen zu fahren. Die Bewährungsprobe im AZ-Test absolvierte der Mazda jedenfalls mit Bravour, als er nach einem Zwangsstopp wegen eines hängengebliebenen Fronttrieblers auf einer steilen, vereisten Bergstraße vollkommen ungerührt wieder zügig in Fahrt kam. Und das Beste daran: Das macht der i-ACTIV-Allradantrieb mit 27 Sensoren und 200 Fahrbahnüberprüfungen pro Sekunde alles vollautomatisch.

Bei der Bedienung der Schalter, Hebel und des Touchscreens hat Mazda aktuell eine sehr praxisorientierte Lösung im Angebot: Man kommt mit dem Dreh-Drück-Bedienrad und den sonstigen Komponenten weitestgehend problemlos zurecht. Ein Extra-Lob verdient die Bose-Anlage mit neun Lautsprechern, die im Verein mit reihenweise Assistenzsystemen und einer sehr ordentlichen Infotainment-Ausstattung in der getesteten Ausstattungsversion Sports-Line serienmäßig ist. Auch eine ganze Menge Komfort-Schmankerl von der Sitzheizung über die elektrisch öffnende Heckklappe oder die Klimaanlage gehören dazu. Oder das Matrix-LED-Lichtsystem mit Fernlichtautomatik und der schlüssellose Zugang.


Gut verarbeitet, leicht zu biedienen: das Cockpit des Mazda CX-5. Foto: Rudolf Huber

Das Platzangebot für Passagiere und ihr Ladegut ist im Verhältnis zur Gesamtlänge von 4,55 Metern nicht wirklich üppig – auch eine Folge der schicken Formen – aber völlig ausreichend. Der Platz in der Mitte hinten ist, wie in der Klasse üblich, bei keinem Mitreisenden beliebt, die anderen vier Insassen können es sich aber durchaus gemütlich machen. Der Kofferraum fasst ordentliche 506 Liter und ist schön glattflächig und leicht be- und entladbar.

Mazda CX-5 - wer Spritzigkeit will, muss hochtourig fahren

Angetrieben wurde der AZ-Testwagen von einem Zweiliter-Benziner mit einer Leistung von 160 PS, der ein maximales Drehmoment von 208 Newtonmetern bereitstellt. Und zwar ab 6.000 und 4.000 U/min. Ein deutliches Zeichen, dass bei deisem Motor ohne hohe Drehzahlen nicht viel passiert. Wer einen Überholversuch bei 80 km/h im sechsten Gang versucht, wird schnell feststellen: Das dauert zu lange. Im Alltagsbetrieb wirkt der CX-5 deswegen permanent ein bisschen müde, denn es ist nicht jedermanns Sache, ständig mit 4.000 bis 5.000 Touren unterwegs zu sein, um immer schnell Leistung zur Verfügung zu haben.

Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kann man diese Eigenart durchaus auch positiv nutzen und den CX-5 als gepflegten Gleiter einsetzen. Das tut auch dem Verbrauchswert gut, der sich im Test bei 8,4 Liter Super je 100 Kilometer einpendelte, der Normverbrauch liegt bei 6,8 Litern. Und weil's einfach dazugehört: 0 bis 100 km/h in 10,9 Sekunden, Spitze 198 km/h.

Zum Schluss müssen wir auch noch übers Geld reden. CX-5-Besitzen startet bei 25.190 Euro. Das getestete Modell steht mit 35 190 Euro in der Liste, die Zutaten wie Lackierung, Lederausstattung mit Sitzheizung auch hinten und dem Technikpaket etwa mit Head-up-Display oder adaptiver Temporegelanlage treibt den Endpreis letztlich auf 39.180 Euro.

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