AZ-Stadtspaziergänger Rumfordstraße: Auf Lurchis Spuren

 Foto: Sigi Müller

Die Rumfordstraße ist erstaunlich kleinteilig und bunt geblieben. Der AZ-Stadtspaziergänger hat sich mal umgesehen.

Altstadt/Isarvorstadt - Ich bin immer wieder fasziniert, wie viel man in manchen Gegenden noch entdeckt, obwohl man glaubt, dass man ja alles schon gesehen hat. Von wegen.

So entdecke ich auch viel Neues in der Rumfordstraße. Sicher ein alter Hut für alle, die dort wohnen oder öfter vorbeikommen, aber sicherlich interessant auch für alle anderen Münchner.

Die Straße, die übrigens zur einen Hälfte zur Isarvorstadt gehört und zur anderen Hälfte zur Altstadt, wurde im Jahr 1837 nach Sir Benjamin Thompson, genannt auch Reichsgraf von Rumford, benannt. Die 16er und 18er Tram rumpeln durch die Straße.

In manchen Ecken scheint auf dieser entzückenden Meile die Zeit stehengeblieben zu sein – und das nicht nur wegen der schönen, alten Gebäude, auch wegen der Läden.

50'er-Jahre-Schriftzüge neben einem Tattoostudio

Geschäfte mit alten Schriftzügen erinnern noch an die 50er Jahre. Im Schaufenster eines Raumausstatters hängt ein Jubiläumsschild: Seit 95 Jahren gibt es die Firma. Und nur ein paar Häuser weiter ein Tattoostudio. Ob’s das auch mal so lange geben wird?

Auch für Hund und Katz ist im gleichnamigen Laden gesorgt, ein großer Musikladen sitzt ein Stück weiter. In einem Antiquitätenladen gibt’s Kleiderbügel aus den 70ern, im Schaufenster Spielzeuge aus der Vergangenheit. Haben Sie damals auch einen Lurchi bekommen, wenn’s ein neues Paar Schuhe gab? Und dazu ein Comicheftl mit den Abenteuern des Salamanders? Für mich als Kind war es der einzige Grund mitzugehen, um Schuhe anzuprobieren und diese später in einem Karton mit Seidenpapier nach Hause zu tragen.

Weiter geht’s. Moderne Küche, traditionelle Lokale, Bars, darunter die legendäre Tanzbar Paradiso mit dem Slogan "Scheiß auf Disco, geh’ma Zirkus." Einst gingen hier Freddie Mercury, David Bowie und Mick Jagger ein und aus. Mercury drehte hier in der Originalkulisse übrigens das Video zu "Living on my own". Und seit 1997 gibt’s die Jazzbar Vogler – ein Muss für Fans.

In jedem Fall eine spannende Straße – stöbern Sie mal!

In diesem Sinne eine schöne Woche,

Ihr Sigi Müller

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