AZ-Stadtspaziergänger Nockherstraße: Ein 500 Meter langes Kleinod

Was für ein Kleinod: In der Nockherstraße scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Foto: Sigi Müller

Die Nockherstraße in der Au ist ein Kleinod, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der AZ-Stadtspaziergänger hat sich umgesehen.

 

Au - Geht man vom Paulanerbräu in der Hochstraße den Zacherweg hinunter, überquert die Straße am Nockherberg, kommt man in die nur circa 500 Meter lange Nockherstraße und betritt damit eine kleine, ganz eigene Welt. Fast ein bisschen wie in Südtirol.

Klein schmiegen sich die Häuschen an den Hang, ducken sich weg, als wollten sie sich verstecken, gar nicht entdeckt werden. Treppen führen aufwärts über die steilen Gärten. Alles hübsch angelegt, klein und gepflegt. Jetzt im Frühling blühen überall die ersten Blumen, leichtes Grün an den Bäumen und die beiden Male, als ich mit der Kamera in der Straße unterwegs war, schien die Sonne und zwischen den Gebäuden war eine angenehme Wärme.

Die Herbergshäuser haben den Krieg überlebt

Auf der anderen Nockherstraßenseite, die Straße ist benannt nach der sozial engagierten Bankiersfamilie Nockher, deren Schlösschen auf dem heutigen Nockherberg stand, 14 schöne alte Herbergshäuser, erbaut 1800 bis 1860, die den Krieg überstanden haben.

Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Alte, hölzerne Garagentore, die Farben wie in dem Song "Green, green Grass of home", cracked and dry. Sicher schön hier zu wohnen, fast wie auf dem Land. Mitten in der Stadt und doch in einer anderen, kleinen und beschaulichen, fast unwirklichen Welt. Die nur 500 Meter lange Straße endet am Kolumbusplatz.

Ich habe Zeit, gehe noch einmal zurück und entdecke in einer Hausdurchfahrt einen schönen, schwarz glänzenden 190er Mercedes, Baujahr 1965.

In diesem Sinne eine schöne Woche,

Ihr Sigi Müller

 

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