AZ-Ratgeber Vorsicht Einbrecher! Fünf Tipps für mehr Sicherheit

Sicherungen an Fenstern und Türen machen Einbrechern die Tat schwer. Foto: fbhk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Immer wieder ein brisantes Thema: Einbrüche oder auch Einbruchsserien in München. Hier erfahren Sie, wie Sie sich vor bösen Überraschungen schützen können.

München - Das Großstadtleben hält zahllose Möglichkeiten für Kriminelle bereit, sich im richtigen Moment in Wohnungen zu schleichen und dort nach Wertgegenständen oder Geld zu suchen. Und auch wenn statistische Erhebungen einen Rückgang der Einbruchsquote zeigen, bleibt das Risiko weiterhin bestehen. Wie sich Einwohner schützen können, ist daher eine wichtige Frage. Die folgenden fünf Tipps helfen.

1. Türen und Fenster zusätzlich absichern

Die Münchner Polizei veröffentlichte im April diesen Jahres ihre Statistik zur Kriminalitätsentwicklung in München. Positiv dabei: Die Wohnungseinbruchskriminalität sank 2017 um 20,1 Prozent, während die Versuchsquote bei rund 49,2 Prozent lag. Das zeigt, dass fast jeder zweite Einbruch in München nicht erfolgreich verlief, weil Kriminelle aufgrund verschiedener Faktoren scheiterten. Ein entscheidender Punkt hierbei ist die Sicherung von Fenstern und Türen. Lassen sie sich leicht aufhebeln oder aufbrechen, brauchen Einbrecher nicht lange, bis sie sich Zugang zur Wohnung verschafft haben. Je aufwändiger der Einbruch jedoch ausfällt, desto eher lassen Kriminelle vom jeweiligen Objekt ab. Oft ist das eine Frage von Sekunden, weswegen zusätzlicher Schutz das berühmte Zünglein an der Waage sein kann.

Fenster und Türen lassen sich auf verschiedene Weise absichern. Am einfachsten gelingt das mit Sicherheitsriegeln, die an der Wand neben der Tür oder dem Fenster angebracht werden. Diese Riegel sorgen für eine zusätzliche Barriere und vergrößern den Widerstand bei einem Einbruchsversuch. Wie die Riegel genau angebracht werden müssen, erfahren Wohnungsbesitzer sowohl im Rahmen einer Beratung der Polizei als auch im Gespräch mit einem Fachmann für Einbruchschutz.

2. Intelligentes Licht installieren

Nur selten kommt es vor, dass Einbrecher in Wohnungen einsteigen, deren Besitzer gerade zuhause ist. Immerhin braucht es ungestörte Minuten, um nah wertvollen Gegenständen zu suchen. Auf einen Bewohner zu treffen, kann für Kriminelle zum Problem werden, denn dann ist es umso wahrscheinlicher, dass kurz darauf die Polizei hinzukommt. Daher konzentrieren sich viele Einbrecher auf typische Zeichen, an denen sich erkennen lässt, dass der Wohnungsbesitz gerade nicht anwesend ist.

Licht, das sich ein- und ausschaltet, schreckt <a href=Einbrecher ab. Foto: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)" src="/media.imagefile.7b32a855-3512-4aa5-84c5-7a8c3193ec02.original.media" style="height:100%; width:100%" />Licht, das sich ein- und ausschaltet, schreckt Einbrecher ab. Foto: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Licht beispielsweise ist hier ein starker Indikator. Wer sich vor Einbrüchen schützen möchte, sollte über die Installation einer intelligenten Beleuchtung nachdenken. Per Smart Home System lässt sich das leicht bewerkstelligen. Das System schaltet dann im Laufe eines Tages oder Abends verschiedene Lampen innerhalb der Wohnung ein und aus. So wirkt es, als bewege sich ein Mensch durch die Räume und Einbrecher werden abgeschreckt. Zusätzlich kann intelligentes Licht auch durch weitere Details wie einen TV-Simulator ergänzt werden, der das Flackern eines Fernsehers imitiert.

3. Wertvolle Gegenstände unter Verschluss halten

Auch der solideste Schutz vor Einbruch kann seine Schwachstellen haben. Schaffen es Kriminelle trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die jeweilige Wohnung zu betreten, geht es meist sehr schnell. Die meisten Einbrecher nämlich sind äußerst routiniert und wissen, wo sich klassische Verstecke für Wertgegenstände finden lassen. Dass sie es nicht nur auf Geld, sondern auch auf Schmuck abgesehen haben, zeigt die erst kürzliche Einbruchsserie (hier der AZ-Bericht), deren Verursacher glücklicherweise gefasst werden konnte.

Es ist daher richtig, einige Dinge zusätzlich abzusichern. Wertvolles sicher aufbewahren lässt sich beispielsweise in einem Tresor für die Wohnung. Dieser kleine Schrank kann für die Lagerung von Schmuck, Dokumenten oder auch Geld genutzt werden und lässt sich von Einbrechern nicht aufbrechen. Stehen Kriminelle unter Zeitdruck und müssen sie die Wohnung schnell verlassen, werden sie einen Tresor daher gar nicht erst ins Auge fassen, da das Öffnen deutlich zu lange dauern würde. Wer auf Nummer sicher gehen und verhindern möchte, dass Einbrecher den Tresor kurzerhand mitnehmen, sollte ihn so in die Wohnung integrieren, dass er sich nicht lösen lässt.

4. Die Nachbarschaft sensibilisieren

Unaufmerksame Nachbarn sind insgeheim die besten Freunde krimineller Naturen. Wer kein waches Auge beweist und seiner Umgebung nur wenig Beachtung schenkt, wird einen möglichen Einbruchsversuch oder auch verdächtige Personen möglicherweise gar nicht erst bemerken. Sich untereinander zu helfen, ist allerdings das A und O, wenn es um eine sinnvolle Einbruchsprävention geht. Werfen die eigenen Nachbarn immer wieder einen Blick aus dem Fenster und halten sich über auffällige Vorkommnisse auf dem Laufenden, steigt die Wahrscheinlichkeit, Einbrechern schon vor der Tat das Handwerk zu legen.

Münchner sollten daher aktiv auf ihre Nachbarn zugehen und mit ihnen besprechen, wie ein gemeinsamer Schutz gegen Einbrüche aussehen kann. Auch die gemeinschaftliche Installation von Bewegungsmeldern beispielsweise ist eine gute Idee, um Kriminellen zu zeigen: "Hier wird es euch schwer gemacht!“

5. Wohnungsbetreuung während des Urlaubs

Einbrüche zur Urlaubszeit sind nicht selten. Und auch wenn Kriminelle nicht zwingend darauf warten, dass ein Wohnungsbesitzer für mehrere Tage außer Haus ist, ist ein längerer Leerstand ohne entsprechende Betreuung riskant. Manche Einbrecher nämlich beobachten Wohnungen über mehrere Tage, bevor sie zur Tat schreiten. Ist dann klar, dass die Tür nicht geöffnet wurde, fühlen sie sich sicherer und versuchen ihr Glück.

Eine vertrauenswürdige Person sollte sich während des Urlaubs um die Sicherheit der Wohnung kümmern.  Foto: mastersenaiper (CC0-Lizenz)/ pixabay.com) Eine vertrauenswürdige Person sollte sich während des Urlaubs um die Sicherheit der Wohnung kümmern. Foto: mastersenaiper (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Daher sollte während der Urlaubszeit eine Person zur Verfügung stehen, die am besten täglich nach dem Rechten sieht, die Tür öffnet und Einbrecher durch ihre regelmäßige Anwesenheit abschreckt. Dann nämlich wissen Kriminelle nicht, wann die Wohnung tatsächlich leer ist und werden sich nach alternativen Objekten umsehen.

Lesen Sie hier: Mehr Ratgeber-Themen

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null