Onlineshopping boomt. Immer mehr Münchner bestellen sich Klamotten nach Hause, shoppen online Technik, Blumen, Kosmetik und Dinge des täglichen Lebens. Onlineshopping ist einfach, erfordert nur wenig Zeit und innerhalb kürzester Zeit ist die Ware beim Besteller zuhause. Klingt verlockend, doch ganz so einfach ist es nicht.

München - Skeptiker bezweifeln nämlich, dass der Datenschutz eingehalten wird und bemängeln, dass sie in Vorkasse gehen müssen, ohne die Ware in Händen zu halten. Es stimmt schon, schwarze Schafe gibt es immer wieder. Sie zocken vertrauensselige Verbraucher ab, liefern minderwertige Ware oder verweigern die Rückerstattung von Geld im Falle einer Reklamation. Dieser Beitrag gibt Tipps zum sicheren Onlineshopping.

Unter anderem Namen bestellen: Tipp oder Flop?

Wo shoppen eigentlich die Schönen und Reichen? Haben sie überhaupt Zeit für einen gemütlichen Stadtbummel? Irgendwoher müssen sie ja ihre schrillen Outfits für die angesagten Münchner Partys herbekommen. Sicherlich wird sich das ein oder andere Sternchen nur zu gerne in das Getümmel der Münchner Innenstadt stürzen, um sich kameratauglich zu präsentieren. Dazu gehören vielleicht auch unsere hübschen Münchnerinnen wie Adriane, Bianca oder Christina. Doch Onlineshopping ist für echte Stars der perfekte Weg, unerkannt und sicher Ware zu bestellen – vorausgesetzt, die Shops gehen sorgsam mit den Daten um.

Ein zweifelhafter Star-Tipp ist, die Sachen unter einem anderen Namen zu bestellen, um unerkannt zu bleiben. Das mag vordergründig nützlich erscheinen. Doch für den Durchschnittsbesteller ist das keine echte Lösung. Zudem ändert ein anderer Name auf dem Bestellzettel nichts daran, ob ein Onlineshop den Datenschutz ernstnimmt oder nicht. Dieser Vorschlag ist also kein guter Tipp, sondern ein echter Flop für private Verbraucher. Sie sollten einen Onlineshop ganz konkret auf seine Sicherheit hin überprüfen. Dabei sind mehrere Aspekte zu beachten.

Tipp 1: Onlineshop bekannter Firmen oder Marken wählen

Große und bekannte Marken gibt es viele und diese verschaffen nicht nur vordergründig ein sicheres Kauferlebnis. Die großen Player auf dem Onlineshopping-Markt können es sich nämlich nicht leisten, durch unseriöse Machenschaften aufzufallen. Zu stark ist die Macht der User. Ein Horrorszenario für Internethändler ist, dass sie beispielsweise durch negative Bewertungen auffallen, die durchaus für einen Shitstorm sorgen können, der empfindliche Umsatzeinbußen nach sich zieht. Doch nicht nur das ist ein Grund, warum seriöse Onlineshops für ein positives Kauferlebnis sorgen. Es geht in erster Linie darum, ein vertrauensvolles Verhältnis zum Käufer aufzubauen. Denn wer sich sicher fühlt, kommt wieder. Deshalb sorgen seriöse Onlineshops wie Allyouneed dafür, dass der Kunde eine gute Usability vorfindet und Spaß am Onlineshopping hat.

Safety first! Ein sorgloser Umgang mit den eigenen Daten ist nicht ratsam. Foto: pixabay.com © TheDigitalArtist

Tipp 2: Onlineshop auf Gütesiegel prüfen

Ob der Onlineshop seriös ist, lässt sich an verschiedenen Einzelheiten ablesen. Ein Checkpunkt auf der Liste sollte der Siegel-Check sein. Der TÜV vergibt zum Beispiel ein Siegel namens s@afer-shopping. EHI verleiht ein Siegel, das „EHI geprüfter Online-Shop“ heißt. Weitere Siegel sind zum Beispiel von Trusted Shops oder datenschutz cert GmbH. Die ausgestellten Zertifikate verschaffen ein wenig Orientierung, denn sie werden unter Einhaltung bestimmter Prüf-Kriterien vergeben, die Verbraucher einsehen können. Transparenz spielt eine große Rolle in der Onlinewelt, erst recht bei Kaufvorgängen, die mit sensiblen Daten wie Bankverbindung oder Kreditkartendetails ablaufen. Zu den typischen Prüfkriterien gehören beispielsweise diese:

• Der Bestellvorgang muss transparent und übersichtlich ablaufen.
• Alle gesetzlichen Informationspflichten sind vorhanden
• Die Datenschutzbedingungen entsprechen hohen Standards

Tipp 3: Bezahlmöglichkeiten prüfen

Der Käufer sollte die Wahl haben und sich zwischen mehreren Zahlungswegen entscheiden können. Kauf auf Rechnung, PayPal, Kreditkarte, Nachnahme – je vielfältiger die Bezahlmöglichkeiten, desto besser, so könnte eine Faustformel lauten. Umgekehrt gilt: Wenn ein Onlineshop beispielsweise nur eine einzige Bezahlmöglichkeit anbietet, ist das kein gutes Zeichen. Wer sich ein bisschen mit Zahlungsmöglichkeiten auskennt, der weiß, dass die Bezahlanbieter von ihren Kunden Gebühren fordern, weswegen kleine Shops nicht gerne mit ihnen zusammenarbeiten. Sie wollen Kosten sparen. Doch wer ausschließlich gegen Vorkasse liefert, handelt nicht kundenfreundlich, sondern ist alleine auf den eigenen Vorteil bedacht. Insofern dürfen berechtigte Bedenken aufkommen, ob diese Selbstbezogenheit nicht auch in Sachen Kundenservice und Reklamationsabwicklung auftritt.

Tipp 4: Kundenservice testen

Erreichbarkeit per Telefon, E-Mail und per Post unter einer deutschen Adresse, die gleichzeitig auch Firmensitz ist, sind allesamt positiv im Hinblick auf die Seriosität eines Onlineshops. Empfehlenswerte Anbieter betreuen ihre Kunden gerne und wollen dafür sorgen, dass diese zufrieden sind. Ein erreichbarer Kundenservice, in unserem Land sollte er (auch) deutschsprachig sein, ist also nicht nur im Sinne des Kunden, sondern auch im Sinne des Shops. Wer auf Nummer Sicher gehen will, ruft einfach zum Test beim Kundenservice an und erkundigt sich nach den Bezahlmöglichkeiten und Versandkosten. Die Mitarbeiter sollten darüber Bescheid wissen und bereitwillig Auskunft erteilen. Kommen sie ins Stolpern oder wissen überhaupt nicht Bescheid, könnte es sich um ein schlecht informiertes Callcenter handeln, das die Kundenanfragen schnell erledigen will – keine gute Werbung für einen seriösen Onlineshop.

Tipp 5: Informationspflichten des Shopbetreibers prüfen

In Deutschland gibt es Vorschriften hinsichtlich der Informationspflicht im Internet. So müssen folgende Dinge im Onlineshop zu finden sein:

• AGBs
• Impressum: Hier muss der Shopbetreiber unter anderem die Postanschrift angeben. Wenn hier nur ein Postfach eingetragen ist, sollten Verbraucher Abstand von einem Kauf nehmen.
• Auflistung aller Bezahlmöglichkeiten
• Auflistung von Lieferkosten und Lieferbedingungen
• Angaben zur Rückgabe und zum Widerrufsrecht.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen stellt hierzu einen Beitrag „Einkaufen & Bezahlen im Internet“ bereit, der weitere wichtige Kriterien nennt, die für mehr Sicherheit beim Onlineshopping sorgen.