AZ-Ratgeber Die Garage praktisch und funktional gestalten - So klappt es!

Ein Haus mit integrierter Garage.Ein Haus mit integrierter Garage. Foto: pixabay © Pexels (CC0 Creative Commons)

 

Fast jeder Hausbesitzer hat sie – die Garage. Nicht nur Autos finden Platz in einer Garage, sondern ebenfalls Fahrräder, Werkzeug, Gartengeräte und vieles mehr. Wie sich Garagen optimal als Ersatz-Stauraum nutzen lassen.

München - Vor allem, wenn kein Keller oder Gartenschuppen vorhanden ist, bietet sich eine Garage als Ersatz-Stauraum an. Wie viel Stauraum ein Haushalt benötigt, hängt von den Bewohnern und ihren Aktivitäten ab. Ist kein Keller oder Gartenhäuschen vorhanden, muss in der Garage vom Auto bis zum Werkzeug alles untergebracht werden. Als sogenannte Kleingaragen gelten nach § 1 GarBBAnO Garagen bis zu einer Fläche von 100 Quadratmetern. Diese sind für den privaten Gebrauch mehr als ausreichend. Bei der Größe spielt es keine Rolle, ob die Garage freistehend, integriert oder an das Haus angrenzend ist.

Bei den Planungen ist die Fahrzeuggröße zu berücksichtigen, am besten mit Blick in die Zukunft. Die Autos werden immer größer, so dass eine breitere und längere Garage durchaus sinnvoll ist - auch, wenn aktuell ein Kleinwagen gefahren wird. Ist die Garage breit, kann der Eigentümer an beiden Seiten Stauraum schaffen. Ansonsten empfiehlt es sich aus praktischen Gründen, das Auto weit rechts an der Wand zu parken und auf der Fahrerseite Stauraum zu schaffen.

Ratgeber Garage: Die Wände sinnvoll nutzen

Damit der verfügbare Platz in der Garage optimal ausgenutzt wird, sollten die Wände überlegt mit Regalen und Aufhängevorrichtungen versehen werden . Vor allem sperrige Gegenstände wie Werkzeugkästen, Leitern oder Gartengeräte gehören an eine Wand. Funktionale Lagersysteme sorgen mit Regalböden, Haken und Klemmmodulen für die entsprechende Halterung.

Achtung: Ordnungssysteme sind sachgemäß zu montieren und die Traglast ist einzuhalten. Herstellerangaben sind zu berücksichtigen.

Die Ordnungs- oder Lagersysteme verfügen meist über Klemmmodule für Besen, Schaufeln und andere Werkzeuge. Diese können mit Hilfe der Module übersichtlich sortiert werden. Lästiges Umräumen und Suchen gehört damit der Vergangenheit an.

Um Motoröl, Kühlflüssigkeit oder Frostschutzmittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, eignen sich Hängeschränke. Sie sind auf Kopfhöhe zu montieren, sodass weder Kinder Zugang haben noch die Autotür beim Öffnen dagegen stößt. Außerdem gibt es für viele Schränke die Möglichkeit zusätzliche kleine Schubkästen einzusetzen, in denen beispielsweise Schrauben oder Nägel Platz finden.

Platz für das Garagentor

Mit dem passenden Garagentor lässt sich der verfügbare Platz optimal ausnutzen. Wichtig zu wissen: Schwingtore benötigen sowohl vor der Garage als auch in der Garage Platz. Sie verkleinern die Raumhöhe, was bei hohen Fahrzeugen problematisch werden kann. Auch beschränken die Gelenke der Schwingtore den Platz an den Wänden. Eine Alternative sind platzsparenden Roll- und Sektionaltoren. Sie benötigen keinen Schwenkraum nach vorne. Bei diesen beiden Systemen rollen oder ziehen sich die einzelnen Elemente noch oben oder zur Seite auf.

In der Garage: Stauraum unter der Decke schaffen

Bei hohen Decken lässt sich mit einem Zwischenboden wertvoller zusätzlicher Stauraum schaffen. Dabei muss der Schwenkraum bzw. der Platzbedarf des Tores immer berücksichtigt werden. Zwischenböden bieten sich vor allem für Saisonartikel wie Sonnenschirm, Schlitten, Skier, Surfbrett, Kanu oder Schneeschieber an. Im Handel gibt es dafür fertige Montageteile. Ein Zwischenboden lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick zudem selber bauen.

Mit zunehmender Begeisterung für das Radfahren steigt auch die Zahl der Fahrräder in den Haushalten. Räder und andere Sportgeräte lasse sich unter der Decke lagern. Mit speziellen Deckenliften mit Seilzügen ist ein einfaches Einhängen, Hochziehen und Sichern möglich. Die Haltehaken sind mit Kunststoff versehen, sodass die Geräte keinen Schaden nehmen. Vorsicht bei Elektrorädern, sie sind (noch) deutlich schwerer als Räder ohne Batterie. Die Brandenburgische Universität Cottbus arbeitet allerdings bereits daran, E-Bikes deutlich leichter zu machen.

Achtung: Vor dem Einbau einer Zwischendecke oder eines Liftes ist die Tragfähigkeit der Garage zu prüfen. Bei Fertiggaragen sind diese Systeme nicht immer möglich.

Kleinteile in der Garage praktisch verstauen

Durch ein Schienensystem an der Decke oder unter Regalbrettern besteht die Möglichkeit über die gesamte Länge der Garage Aufbewahrungsboxen zu montieren. Die Boxen sind in verschiedenen Größen erhältlich. Mit unterschiedlichen Farben und Aufklebern kann außerdem ein übersichtliches Ordnungssystem geschaffen werden.

Transparente Boxen mit Deckel schützen das Werkzeug oder andere Gegenstände und lassen schnell erkennen, was sich in der Box befindet. Zudem sollte bei der Auswahl der Boxen darauf geachtet werden, dass sie stapelbar sind.

Den hinteren Garagenbereich ausnutzen

Viele Hausbesitzer lassen bei Häusern mit fehlendem Keller Garagen mit einer Länge von sieben bis acht Metern errichten. In ihnen ist im hinteren Bereich viel Platz für größere Gegenstände. Hat die Garage hinten eine Tür zum Haus oder zum Garten, können Mülltonnen dort abgestellt werden. Generell bietet es sich an, in der Nähe der Tür regelmäßig genutzte Maschinen, Geräte und Werkzeuge zu lagern, so dass sie schnell zur Hand sind.

Tipp: Steckdosen sind großzügig einzuplanen, da in der Regel Strom bei der Gartenarbeit und Autopflege nötig ist. Ein entsprechender Starkstromanschluss für Elektrofahrzeuge in der Garage empfiehlt sich, wenn die Anschaffung eines solchen Autos angedacht ist.

Der hintere Bereich der Garage kann durch Regale mit Rückwand neu organisiert werden. Simple Holzregal aus dem Baumarkt bieten sich dafür an, sie können rückseitig mit einer leichten Möbelplatte geschlossen werden. Hier können transparente Aufbewahrungsboxen mit Kleinteilen sauber und übersichtlich organisiert werden. Versehen mit feststellbaren Rollen werden die Regale mobil und ermöglichen eine noch bessere Platzausnutzung.

Ordnung in der Garage: Regelmäßig aufräumen und ausbessern

Wie der Frühjahrsputz im Haus ist regelmäßiges Aufräumen und Aussortieren ebenso sinnvoll und hilft dabei, den Überblick zu behalten. Beim regelmäßigen Aufräumen sollte zugleich der Zustand der Garage überprüft werden. Werden feuchte Stellen oder Risse frühzeitig erkannt, lassen sich die Probleme vergleichsweise einfach und kostengünstig aus der Welt schaffen. Wer sich nicht darum kümmert, hat unter Umständen in wenigen Jahren mit einem teuren Schaden zu kämpfen. 

In einer gut organisierten Garage machen Heimwerken, Schrauben und andere Bastler-Hobbys noch mehr Spaß.In einer gut organisierten Garage machen Heimwerken, Schrauben und andere Bastler-Hobbys noch mehr Spaß. Foto: pixabay © RyanMcGuire (CC0 Creative Commons)

 

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