AZ-Ratgeber Das hilft wirklich gegen winterliche Niedergeschlagenheit

Wenn nicht nur der Winter so aussieht, sondern auch die eigene Stimmung, wird es Zeit für harsche Gegenmaßnahmen. Foto: pixabay.com © jplenio

Kurze Tage, trübes Wetter, vorweihnachtlicher Stress. Bei vielen liegt da die Stimmung danieder. Doch mit nur wenigen Dingen kann man sich selbst helfen.

 

Der Streik der S-Bahn sowie die ähnlichen Arbeitsniederlegungen in ganz Deutschland dürften vielen Menschen momentan buchstäblich „den Rest“ geben. Mitten im Sommer, wenn es lange hell ist, wäre das vielleicht nur eine nervige Störung, die man übergehen könnte. Jetzt jedoch, wo es selbst um acht Uhr morgens noch nicht richtig hell ist, wo die Wolkenmassen dick am Himmel hängen und wo man links und rechts noch so viel zu tun hat bevor endlich weihnachtliche Ruhe einkehren darf, könnte es bei vielen der berühmte letzte Tropfen sein, der die Stimmung endgültig kippen lässt.

Sie leiden auch unter jahreszeitlich bedingtem Trübsal? Dann können die folgenden Tipps wahre Wunder bewirken.

1. Licht, Licht, Licht

Sehr vieles von dem, was unter Winterblues subsummiert wird, ist letztendlich auf einen Mangel an Licht zurückzuführen. Je weniger (Tages-)Licht unser Körper über die Augen wahrnimmt, desto geringer ist die Produktion des Glücklichmacher-Hormons Serotonin und desto höher die des Müdemachers Melatonin. Das ist deshalb ein Problem, weil wir uns im Winterhalbjahr praktisch 24/7 in Räumen aufhalten – wer will bei Schmuddelwetter schon in der Mittagspause vor die Tür, um wenigstens etwas Tageslicht zu tanken? Doch die Lösung dagegen steckt in dem kleinen Wunderwerk namens LED. Die kann nämlich Tageslicht, sowohl in Lichtfarbe wie Helligkeit, verdammt gut simulieren. Ergo: Zuhause und im Büro nicht auf gemütliches gelbliches Licht setzen, sondern auf solches, das auf der Packungsangabe der Birne mindestens 500 Lux und 6500 Kelvin erreicht – ersteres ist die Helligkeit, letzteres die Lichttemperatur.

2. Hanf

Nein, diese Zwischenüberschrift bedeutet nicht, sich den Winterblues mit einem „Tütchen“ wegzurauchen. Viel mehr ist von einem anderen Anwendungsgebiet die Rede; einem echten Universal-Helferlein namens Hanfextrakt. Darin steckt nicht das berauschende THC, sondern ein weiterer Hanf-Zusatzstoff namens Cannabidiol (CBD). Der ist seit langem als Schmerz- und Beruhigungsmittel bewährt, kann aber auch Stimmungen aufhellen und sogar bei der Therapie von "echten" Depressionen Verwendung finden.

Das Öl gibt es in kleinen Tropfenfläschchen, die rezeptfrei verkauft werden. Die Anwendung erfolgt, indem man einige Tropfen nach Packungsbeilage unter die Zunge gibt, damit sie schnell aufgenommen werden – falls der Winterblues besonders hartnäckig ist, auch täglich.

3. Abtauchen in eine andere Welt

Warum wohl starten sowohl Fernsehsender wie Streaming-Anbieter in den letzten Wochen des Herbstes so viele Serien bzw. bringen neue Staffeln heraus? Einfach weil die meisten Menschen in dieser Jahreszeit wesentlich mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen. Und egal, was Kritiker sagen, für den Winterblues kann es durchaus sehr vorteilhaft sein, wenn man sich durch eine neue spannende Serie oder alternativ auch ein gutes Buch buchstäblich aus der trüb-stressigen Vorweihnachtszeit "wegdenkt“. Aber die Zeit muss man sich auch nehmen. Also nicht abends heimkommen und dann herumwerkeln bis zur Schlafenszeit. Sondern mindestens eine Stunde fürs Träumen und Mitfiebern einplanen.

4. Blumen

Man mag es als Münchner Großstädter vielleicht nicht wahrhaben, aber tief in uns steckt immer noch ein kerniger Naturmensch – und der leidet durchaus, wenn er um sich herum nur Asphalt- und Betondschungel sieht. Da alles Grün draußen derzeit ziemlich blatt- und blütenlos ist, empfehlen wir, dem nächsten Gartenmarkt oder Floristen baldigst einen Besuch abzustatten. Ziel: Möglichst bunte Blumen. Am besten solche, die lange halten. Davon kommen welche auf den Schreibtisch auf der Arbeit und vor allem zuhause. Denn wenn man aus dem regnerischen Halbdunkel des Spätnachmittags in die kuschlige Wohnung kommt und dort von einem bunten Pflanzenmeer begrüßt wird, sieht die Welt schon gleich ganz anders aus.

5. Zum Farbtupfer werden

Wie man sich selbst kleidet, hat nicht nur mit Außenwirkung zu tun, sondern (was viele nicht wissen) auch viel mit der eigenen guten Laune. Doch leider kleiden sich im Winter sehr viele Menschen so, dass man glauben könnte, sie wollten versuchen, dem jahreszeitlichen Grau-in-Grau Konkurrenz durch noch düsterere Farbwahl zu machen – braun, dunkles blau, schwarz, weinrot… die Palette klassischer Erdtöne.

Dabei sollte man gerade jetzt, wo die Umwelt sich mit Farben zurückhält, selbst zum Sommer werden. Das geht, indem man möglichst bunte Sachen anzieht, gern auch Florales. Und ja, mit warmem Unterzeug lässt sich auch ein blumiges Sommerkleid noch im Winter tragen, ohne irgendwie unpassend zu wirken. Übrigens ist dann das Betrachten im Spiegel keine Eitelkeit, sondern Pflicht.

6. Richtig essen

Der Winter ist definitiv die falsche Jahreszeit, um Diät zu halten – denn wer seinem Körper jetzt Kalorien und vor allem wichtige Nährstoffe vorenthält, gibt einer sowieso schon trübsinnigen Stimmung weiteren Vorschub. Ein absolutes No-Go. Grundlage von allem sollte der berühmte „Apple a day“ sein – ein, zwei, gerne auch mehr Äpfel, alternativ Orangen, Birnen oder auch Exotisches am Tag. Das stellt sicher, dass die wichtigen Vitamine zugeliefert werden. Und dann gilt: Mit Zucker lacht das Leben. Nein, man soll keine Massen in sich hineinstopfen, aber täglich etwas Schokolade, ein paar Plätzchen oder etwas anderes, in dem echter Zucker steckt, wirkt sich positiv auf die emotionale Balance aus und kann einem helfen, die düstere Zeit besser wegzulächeln.

7. Zeit für Liebe

Der Frühling ist die Jahreszeit für Liebe? Auch nur in der Literatur. Denn gerade jetzt, wo Stress und Wetter alles Zeug dazu haben, die Laune nachhaltig in den Keller zu treiben, sollte man sich die beflügelnde Wirkung der Liebe zunutze machen – wer Schmetterlinge im Bauch hat, dem ist es egal, ob von oben die Tropfen eimerweise herabprasseln. Und auch Menschen in Beziehungen können das anwenden: Einfach mal öfters mit dem Partner was Liebevolles unternehmen – selbst wenn es nur ein ausgedehnter Sonntagnachmittag mit etwas „Bettsport“ ist – denn auch von dem wissen Forscher längst, dass er durch die Ausschüttung von hohen Endorphin-Mengen ein Instant-Glücklichmacher ist.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading