AZ-Newsblog zum Nizza-Anschlag Valls: Attentäter ohne Zweifel organisierter Islamist

, aktualisiert am 15.07.2016 - 16:55 Uhr
Auch am Freitagmittag untersuchte die Spurensicherung noch den Tatort. Unterdessen durchsuchten Kollegen die Wohnung des Attentäters. In deren Nähe wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Foto: dpa

Ein Attentäter reißt am französischen Nationalfeiertag mit einer Amokfahrt mindestens 84 Menschen in den Tod, Hunderte werden verletzt. Das Motiv des Täters, der später von der Polizei erschossen wurde, ist noch unklar. Die aktuellen Entwicklungen im AZ-Newsblog.

 

NizzaFrankreich ist erneut von einem grausamen Anschlag erschüttert worden. Als am Donnerstagabend Tausende auf der bekannten Flaniermeile Promenade des Anglais in Nizza den französischen Nationalfeiertag begingen, raste ein Mann mit einem gemieteten Lkw in die Menschenmenge und überfuhr über eine Strecke von zwei Kilometern wahllos Menschen.

Laut Innenminister Bernard Cazeneuve sind bei dem Anschlag mindestens 84 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben von Cazeneuve verletzt. Medienberichten zufolge brach Panik aus. Polizisten erschossen den Fahrer, der inzwischen als polizeibekannter Franko-Tunesier identifiziert wurde. Das Motiv des Täters ist noch völlig unklar. Eine Verbindung zum islamistischen Terror konnte bisher nicht hergestellt werden.

Frankreichs Präsident Francois Hollande, der von einem "terroristischen Charakter" der Tat sprach, hat den Ausnahmezustand im Land, der eigentlich am 26. Juli beendet werden sollte, um drei weitere Monate verlängert.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Anschlag in Nizza finden Sie in diesem Newsblog:

+++ Obama: Unsere Herzen sind bei Menschen in Frankreich +++

US-Präsident Barack Obama hat den Menschen in Frankreich sein Mitgefühl ausgesprochen. "Unsere Herzen sind bei den Menschen in Frankreich und all den unschuldigen Männern, Frauen und Kindern", sagte Obama am Freitag in Washington. Obama fügte hinzu: "Wir dürfen uns jetzt nicht Angst und Hass hingeben. Das ist genau das, was diese Terroristen wollen."

Er hatte zuvor mit Frankreichs Präsident François Hollande telefoniert und ihm seine Unterstützung zugesichert. "Wir haben zwei Jahrhunderte lang an einer Seite gestanden, wir werden auch jetzt vereint an einer Seite stehen." Obama traf in Washington auch den französischen Botschafter.

+++ Valls spricht von organisiertem Islamisten +++

Der Attentäter von Nizza stand nach Ansicht des französischen Premierministers Manuel Valls mit islamistischen Organisationen in Verbindung. "Das ist ein Terrorist, der ohne Zweifel auf die eine oder andere Weise mit dem radikalen Islamismus verbunden war", sagte Valls dem Sender France 2 am Freitag. Zugleich bestritt Valls, dass die Sicherheitsbehörden versagt hätten. Frankreich werde den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen.

+++ Hollande sprach mit Merkel, May und Obama +++

Der französische Staatspräsident François Hollande hat am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britischen Premierministerin Theresa May und US-Präsident Barack Obama telefoniert. Alle drei hätten ihm ihre Unterstützung ausgesprochen, teilte der Elysée-Palast laut Nachrichtenagentur AFP mit.

Hollande habe im Gespräch mit Obama unterstrichen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten sei, um die Werte der Demokratie gegen den Populismus zu verteidigen.

+++ Hollande ruft erneut Sicherheitskabinett ein +++

Frankreichs Präsident François Hollande hat erneut das Sicherheitskabinett einberufen. Die Sitzung sei für diesen Samstag (16. Juli) um 9.00 Uhr im Elyséepalast angesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Das Sicherheitskabinett war bereits am Freitag zusammengekommen.

+++ Bestätigung: Drei Berliner tot! +++

Das Bezirksamt Berlin-Charlottenburg bestätigte am Freitagnachmittag, dass zwei Schülerinnen und eine Lehrerin beim Attentat in Nizza getötet wurden. Das Bezirksamt beruft sich dabei auf die Schulaufsicht und das Auswärtige Amt.

+++ Hollande warnt Franzosen vor weiteren Anschlägen +++

Der französische Präsident François Hollande hat seine Landsleute vor weiteren Anschlägen gewarnt. Frankreich habe den Terrorismus noch lange nicht besiegt, sagte Hollande am Freitag in Nizza. "Es ist ein langer Kampf gegen einen Feind, der weiterhin die Staaten angreifen wird, die ihre Freiheit ausleben." Frankreich sei ein starkes Land und werde auch diese Tragödie überstehen, sagte Hollande. "Es sind Einheit, Kraft und Zusammenhalt, zu denen ich heute in Nizza aufrufe."

+++ Die Route des Attentäters rekonstruiert +++

Wie die Amokfahrt von Nizza verlief, wurde in diesem Video rekonstruiert

 

+++ Hollande: 50 Verletzte schweben noch in Lebensgefahr +++

Nach dem Anschlag von Nizza schweben nach Angaben von Frankreichs Präsident François Hollande noch rund 50 Menschen in Lebensgefahr. Sie seien "zwischen Leben und Tod", sagte Hollande am Freitag nach einem Besuch in einem Krankenhaus in Nizza. Der Anschlag am Nationalfeiertag habe sich gegen Frankreich gerichtet. "Warum der 14. Juli? Weil er das Fest der Freiheit ist", so Hollande. Der französische Präsident sagte weiter, dass unter den Opfern auch viele Ausländer und Kinder seien.

+++ Türkei verurteilt Anschlag +++

Die Türkei hat den "unmenschlichen Angriff" von Nizza mit mehr als 80 Toten scharf verurteilt und Frankreich Solidarität zugesichert. "Terrorismus hat keine Religion, Rasse oder Nationalität. Und die Verursacher dieses blutdürstigen Angriffs haben nichts mit Menschlichkeit zu tun", erklärte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag. "Für diese Barbaren gibt es auf dieser Welt keinen Platz."

Die Tat unterstreiche die Notwendigkeit, Terrorismus entschlossen zu bekämpfen. "Für Terrorgruppen gibt es keinen Unterschied zwischen der Türkei und Frankreich, dem Irak und Belgien und Saudi Arabien und den Vereinigten Staaten."

+++ Augenzeuge: "Es war der Horror" +++

Ein Journalist der französischen Zeitungen "Nice Matin" war am Donnerstagabend als Augenzeuge vor Ort berichtet von dem schrecklichen Anschlag. "Dieser Abend war der Horror."

+++ De Maizière: Keine Verbindung des Täters nach Deutschland +++

Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gibt es bei dem Attentäter von Nizza keine Querverbindungen nach Deutschland. "Ein Deutschland-Bezug auf der Täterseite liegt nach den uns vorliegenden Ermittlungsergebnissen nicht vor", sagte de Maizière am Freitag in Berlin. Bislang habe sich auch noch keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hätten die Attacke in sozialen Netzwerken aber bereits "zynischerweise" gefeiert.

+++ Präsident Hollande in Nizza eingetroffen +++

Der französische Präsident François Hollande ist nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Paris in Nizza eingetroffen. Dort werde er unter anderem die Präfektur besuchen sowie das Krankenhaus Pasteur, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag. In dem Krankenhaus befinden sich viele Menschen, die am Donnerstag bei dem Anschlag mit einem Laster auf eine feiernde Menschenmenge verletzt worden waren.

+++ Gauck: Müssen unsere Werte verteidigen +++

Bundespräsident Joachim Gauck hat nach dem Anschlag von Nizza zur Verteidigung der Freiheitswerte aufgerufen. "Wir wissen genau, was wir zu tun haben in dieser Situation. Aus dem Geist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit müssen wir alle denen widerstehen, die mit Hass, Terror und Vernichtungswillen gegen unsere Werte agieren", sagte Gauck am Freitag während eines Besuchs in Uruguay. "Wir sind bereit, unsere Werte zu verteidigen und zu schützen."

+++ Polizei ordnet Evakuierung des Flughafens an +++

Nizza kommt nicht zur Ruhe: Wie französische Medien berichten, wurde der Flughafen der Stadt kurzzeitig evakuiert. Grund für die Räumung des Airports war ein verdächtiges Gepäckstück im Ankunftsbereich des Terminals 1, wie die Flughafengesellschaft bestätigte. Mittlerweile wurde die Evakuierung aber wieder aufgehoben – der Besitzer des herrenlosen Gepäckstücks wurde ausfindig gemacht. Reisende dürfen das Terminal wieder betreten.

+++ Bombenalarm nahe Attentäter-Wohnung +++

Wie die Lokalzeitung "Nice-Matin" berichtet, wurde etwa 100 Meter von der Wohnung des Attentäters ein verdächtiger Gegenstand in einem Volvo-Transporter gefunden. Die Polizei plant, ihn kontrolliert zu sprengen. Im Zuge dessen wurden wohl zwei Gebäude im näheren Umkreis evakuiert.

 

+++ So verlief die Amokfahrt des Attentäters +++

 

+++ Vermisst oder tot? Berliner Schüler und Lehrerin sollen Attentäter zum Opfer gefallen sein +++

Bei dem Anschlag sind angeblich auch Deutsche getötet worden. Die Berliner Schulaufsicht hat dem rbb laut eigener Aussage am Freitagvormittag bestätigt, dass drei Teilnehmer einer Abifahrt unter den Opfern sind. Dabei soll es sich, wie zuvor schon berichtet, um eine Lehrerin und zwei Schüler handeln. Nähere Informationen wurden bislang nicht bekannt.

Die Deutsche Presseagentur spricht unterdessen lediglich davon, dass die betreffende Schule in Berlin Charlottenburg die drei Personen als vermisst gemeldet hat. Eine endgültige Sicherheit, dass die Vermissten getötet wurden, gibt es noch nicht.

Insgesamt hatten sich Klassen von sechs Berliner Schulen in Nizza aufgehalten. Fünf Schulen gaben Entwarnung.

+++ Rat der Muslime in Frankreich verurteilt Anschlag in Nizza +++

Der Rat der Muslime in Frankreich hat den Anschlag als "widerlich" verurteilt. Er habe das Land an dem Tag getroffen, an dem Frankreich seine Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert habe, teilte die Organisation am Freitag mit.

+++ Medienbericht: Berliner Lehrerin und zwei Schülerinnen unter den Opfern +++

Einem Medienbericht zufolge sind auch Deutsche unter den Opfern. Laut rbb-Abendschau sind bei dem Anschlag eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin ums Leben gekommen. Das Landeskriminalamt in der Hauptstadt prüft derzeit, ob unter den Opfern tatsächlich Berliner sind. Das teilte die Polizei am Freitag per Twitter mit.

 

Zum Zeitpunkt des Anschlags von Nizza befanden sich auch Schüler der Berliner Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in der südfranzösischen Stadt. Das sagte am Freitag Schulrätin Ilse Rudnick. Insgesamt hätten sich seit Montag 28 Schülerinnen und Schüler auf Kursfahrt in Nizza befunden. "Wir können Ihnen noch keine weiteren Informationen geben", sagte sie vor Journalisten. Insgesamt hatten sich Klassen aus sechs Berliner Schulen in Nizza aufgehalten. Fünf Schulen gaben Entwarnung. Die Lokalzeitung "Nice-Matin" aus Nizza berichtet unterdessen, dass 54 Kinder verletzt und zehn getötet worden seien.

+++ Bundespolizei verstärkt Kontrollen an Grenzen zu Frankreich +++

Nach dem Terroranschlag in Nizza hat die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich verstärkt. Das gelte für die Grenzübergänge an den Autobahnen und anderen Straßen, an Flughäfen und in den Zügen, wie die Bundespolizei in Potsdam am Freitag mitteilte. Die Maßnahmen seien mit den französischen Behörden abgestimmt. Weitere Details könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden.

+++ Nach Massenpanik: Nizza-Baby wieder gefunden +++

Bei all dem Leid und der Wut über die vielen Opfer ist diese Geschichte ein Lichtblick. In der ausgebrochenen Massenpanik rund um den Anschlag in Nizza hat eine Mutter ihr acht Monate altes Baby verloren. Dank Facebook konnte sie es jedoch bald wieder in die Arme schließen:

 

+++ Auswärtiges Amt setzt Flaggen auf Halbmast +++

Aus Solidarität mit Frankreich hat das Auswärtige Amt in Berlin am Freitag die französische Flagge gehisst und alle Flaggen auf halbmast gesetzt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte zuvor schon den Franzosen sein Mitgefühl ausgesprochen. "Wir trauern mit Frankreich‎ und stehen in diesen schweren Momenten fest an seiner Seite."

+++ Augenzeuge: Lastwagen-Fahrer schoss als erster +++

Laut einem Augenzeugen hat der Lastwagenfahrer zuerst das Feuer auf die Polizei eröffnet. Der Fahrer habe mit einer Pistole durch die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs geschossen, sagte ein englischsprachiger Mann, der seinen Namen mit Nader angab, dem französischen Sender BFMTV. Polizisten hätten ihn aufgefordert wegzulaufen, weil er in den Schusswechsel geraten war, sagte der Mann. Der Fahrer habe nervös gewirkt. "Er trug eine blaue Uniform", berichtete der Augenzeuge. Zunächst hätten er und ein anderer Passant angenommen, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hätte. Erst später hätten sie realisiert, dass er willentlich in die Menschenmenge gerast war.

+++ Internationale Reaktionen auf den Anschlag +++

  • Russlands Präsident Wladimir Putin: "Wir haben einmal mehr gesehen, dass dem Terrorismus die menschliche Moral absolut fremd ist: seine Opfer sind unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Für den Sieg über "dieses schreckliche Übel" müssen sich alle Kräfte der zivilisierten Menschheit vereinen"
  • Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU): "Der Anschlag von Nizza gilt nicht nur Frankreich. Er gilt allen freiheitsliebenden Menschen in Europa und auf der ganzen Welt. Es ist ein Angriff auf unsere freiheitlichen Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die wir weiter verteidigen und leben werden. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - dieses Fundament Frankreichs hat heute eine besondere Bedeutung."
  • Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU): "Mit dem Anschlag von Nizza wurde der Feiertag der Franzosen zum Tag der Trauer für alle Menschen in der freien Welt."
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs."
  • Frankreichs Regierungschef Manuel Valls: "Die Stadt Nizza an unserem Nationalfeiertag von Terrorismus getroffen. Riesiger Schmerz, das Land ist in Trauer. Die Franzosen werden damit zurechtkommen."
  • Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD): "Es sind furchtbare Bilder, die uns aus Nizza erreichen. Unsere Gedanken sind bei den Freunden und Angehörigen."
  • US-Präsident Barack Obama: "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten. ... Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird."
  • EU-Ratspräsident Donald Tusk: "Tragisches Paradox, dass jene Menschen zum Ziel wurden, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit feierten."

+++ Islamistischer Hintergrund noch nicht bestätigt. Was wir wissen und was nicht +++

Bei dem Anschlag in Nizza deutet auf den ersten Blick vieles auf einen islamistischen Terrorakt hin. MOmentan ist das Motiv des Täters aber noch völlig unklar. Hier eine Zusammenfassung, was wir bisher über die Amokfahrt wissen.

+++ Krisentelefon eingerichtet +++

Für Deutsche mit Angehörigen in Nizza wurde eine Krisentelefonnummer eingerichtet: +33 049 372 222 2

+++ Auswärtiges Amt schließt deutsche Opfer nicht aus +++

Das Auswärtige Amt schließt nicht aus, dass unter den Opfern auch Deutsche sein könnten. "Nach Auswertung aller bisher vorliegenden Informationen können wir nicht ausschließen, dass auch Deutsche betroffen sind", teilte eine Sprecherin am Freitag in Berlin mit. Ein Konsularteam des Generalkonsulats Marseille sei auf dem Weg in die südfranzösische Küstenstadt, um vor Ort die Lage aufzuklären und gegebenenfalls betroffenen Deutschen Hilfe und Beistand zu leisten.

"Das Krisenreaktionszentrum in Berlin, die Botschaft Paris und das Generalkonsulat Marseille stehen in engstem Kontakt mit den zuständigen französischen Stellen und arbeiten mit Hochdruck daran, Gewissheit zu erlangen", sagte die Sprecherin. Man müsse davon ausgehen, dass dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

+++ Augenzeugen-Video zeigt Lkw +++

 

+++ Rihanna-Konzert und Jazz-Festival in Nizza abgesagt +++

Eigentlich hätte am Freitagabend US-Superstar Rihanna (28) in Nizza ein Konzert spielen sollen. Die Veranstaltung wurde abgesagt. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien", schrieb die Sängerin auf Instagram. Auch ein Jazz-Festival in Nizza ist abgesagt, wie der Verwaltungsbezirk Alpes-Maritimes am Freitag mitteilte. Die berühmte Promenade des Anglais bleibt zunächst geschlossen, ebenso wie der Strand entlang der Flaniermeile. Die südfranzösische Stadt Marseille sagte ein für Freitagabend geplantes Feuerwerk ab.

 

+++ Amok-Lkw war gemietet +++

Der bei dem Anschlag benutzte Lastwagen war Medienberichten zufolge gemietet. Das weiße Fahrzeug sei vor einigen Tagen in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur gemietet worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Lastwagen habe auf seiner zwei Kilometer langen Fahrt durch die Menge mindestens einmal die Richtung geändert. Der Fahrer habe eindeutig versucht, so viele Menschen wie möglich zu erfassen. Nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro" war der Fahrer allein in dem Fahrzeug.

+++ Fahrer war nicht als radikalisiert bekannt +++

Inzwischen ist der Täter identifiziert. In dem Lastwagen wurden Papiere eines franko-tunesischen Mannes gefunden. Ersten Erkenntnissen zufolge soll er der Polizei nicht als politisch radikalisiert bekannt gewesen sein. Das berichtete der Nachrichtensender BFMTV am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

 

21 Kommentare