AZ-Meinung zum TSV 1860 Drohender Fan-Ausschluss: Löwen-Straferlass utopisch?

AZ-Löwenreporter Matthias Eicher über die Bewährungsstrafe des TSV 1860, dem wegen Fan-Ausschreitungen ein Zuschauerteilausschluss droht. Foto: sampics/AZ-Montage

AZ-Löwenreporter Matthias Eicher schreibt über die Bewährungsstrafe gegen den TSV 1860. Dem droht wegen Fan-Vergehen bei einem schwerwiegendem Wiederholungsfall ein Teilausschluss der Zuschauer.

 

München - 116 500 Euro. Das mussten die Löwen 2013 und 2014 für diverse Fan-Vergehen berappen. Mit schöner Regelmäßigkeit kracht es auf den Zweitliga-Plätzen: Ausschreitungen, Bengalos, Pyrotechnik – einige Sechzger-Fans schaffen es immer wieder, ihren Verein zu schädigen. Weil der TSV 1860 dank dieser Idiotie mittlerweile als Wiederholungstäter gilt, kommt die neuerliche Strafe vom DFB nicht von ungefähr: wieder eine saftige Rechnung für die klammen Löwen.

Geld, das woanders besser hätte investiert werden können, Stichwort Neuzugänge. Dazu der obligatorische, drohende Teilausschluss der Fans. Fast die gesamte Saison über darf nix mehr anbrennen, sonst wird’s richtig teuer.
Die Folge-Bestrafung würde leere Blöcke mitten in der Fankurve implizieren, Banner & Plakate verbieten und für eine noch geisterhafter anmutende Kulisse als bei manch semi-attraktivem Gegner in der Allianz Arena sorgen.

Geschäftsführer Markus Rejek kann an die Vernunft der Löwen-Fans appellieren, wie er will: Die Aufgabe, einige wenige Chaoten am Verstoß gegen diese Auflagen und weiterem Schaden zu hindern, gleicht in etwa der Utopie, Sechzig in dieser Saison zurück in die Bundesliga zu führen. Der DFB wird schon wissen, warum er die Strafe vorsichtshalber direkt näher definiert hat. Rejek kann es gleich einkalkulieren.

 

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