AZ-Meinung Von Ahlen als Löwen-Trainer: Eine Frage der Logik

AZ-Reporter Marc Merten über den TSV 1860 und die Entscheidung, Markus von Ahlen als Cheftrainer einzusetzen. Foto: dpa/privat

Nun also Markus von Ahlen. Warum die Entscheidung für ihn als Cheftrainer des TSV 1860 München - zum jetzigen Zeitpunkt - die richtige ist: ein Kommentar von AZ-Reporter Marc Merten.

 

München - Stabilität, Ruhe und Konstanz: Aus diesen Gründen bleibt Markus von Ahlen Trainer des TSV 1860. Er war die logische und einzig vorstellbare Wahl – und ist deshalb die richtige. Zumindest vorerst.

Ein neuer Trainer hätte bedeutet: eine neue Fußball-Philosophie, eine neue Phase des Kennenlernens zwischen Spielern und Coach, eine Zeit des Eingewöhnens und des Sich-näher-Kommens. Diese Zeit hat an der Grünwalder Straße niemand. Nicht jetzt.

Markus von Ahlen steht für Verlässlichkeit. Alle im Verein wissen, was sie an ihm haben. Das ist das Einzige, was gerade zählt.

Denn Sechzig präsentierte sich zuletzt mal wieder als Chaos-Klub: mit Not-Vorstand, aber ohne Trainer oder sportlichen Erfolg. Die Saisonziele? Meilenweit entfernt. Der Kader? Zu groß und auf Schlüsselpositionen nicht gut genug besetzt. Die neue spielerische Linie? Unter Ricardo Moniz nur ein Wunschtraum.

Für die sportliche Wende ist nun von Ahlen zuständig. Seine Ernennung bedeutet aber kein „Weiter so“. Es bedeutet ein „Endlich auf Kurs bringen“. Nur darum kann es bis zur Winterpause gehen. Dafür ist von Ahlen der Richtige. In der Winterpause muss Sportchef Poschner dann einen Strich ziehen und schonungslos analysieren: Ist von Ahlen auch dauerhaft der Richtige? Welche Spieler ziehen mit? Welche nicht? Wie kann man den Kader verkleinern und ihn gleichzeitig verstärken?

Im Winter muss Poschner die Fehler des Sommers korrigieren. Nicht jetzt.

 

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