AZ-Meinung Ritual der Rivalen

Diesmal bringt das Anzapfen auf der Wiesn eine besondere Pointe mit sich. Foto: dpa/Andreas Gebert

Der AZ-Chefredakteur Arno Makowsky über eine besondere Pointe beim Wiesn-Auftakt.

 

Spüren Sie’s auch? Es vibriert. Die ganze Stadt freut sich aufs Oktoberfest, die Wiesn-Verrückten sind schon seit Tagen beim „Vorglühen“, und für Kinder gibt es in der Schule kein anderes Thema mehr. Auf den Straßen und im Büro beginnt das große Verkleiden: Der Zeitgeist trägt Tracht, bis zum 3. Oktober dominieren Dirndl und Lederhose das Stadtbild. Man kann das mögen oder auch nicht, so richtig entziehen kann sich der Begeisterung niemand – da ist es doch besser, man nimmt das ganze Spektakel mit Humor.

Zumal die diesjährige Wiesn mit einer witzigen Pointe beginnt. Der Oberbürgermeister zapft an und überreicht dem Ministerpräsidenten die erste Maß – so weit, so gut. Nur dass es sich diesmal um den Amtsinhaber (Seehofer) und seinen Herausforderer (Ude) handelt. Das Nette daran: Die Rivalen nehmen’s locker; beide Politiker sind Ironiker, die mit einer solchen Konstellation umgehen können. Obwohl schon eine gewisse Brisanz drinsteckt: Das Ritual, wer von beiden mehr Applaus auf dem Bierzelt-Balkon bekommt, gerät diesmal zum ersten Stimmungstest für die bayerische Landtagswahl 2013.

Das klingt doch vielversprechend! Die AZ wünscht Ihnen eine schöne Wiesn 2011.

 

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