AZ-Meinung Ich krieg die Euro-Krise

AZ-Chefredakteur Arno Makowsky über die täglichen Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt.

 

Normalen Menschen, die von Beruf weder Wirtschaftswissenschaftler noch Aktienhändler sind, kann angesichts der aktuellen Euro-Krise nur noch schwindelig werden. Täglich neue Hiobsbotschaften über die Bewertungen von Ratingagenturen, die ganze Länder umgehend in den Abgrund stürzen.

Täglich neue Meldungen über Hedgefonds und andere Finanz-Halunken. Und über ratlose Finanzminister, denen nichts anderes einfällt, als immer neue Milliarden in marode Volkswirtschaften zu pumpen. Wenigstens das ist ein Trost: Wenn schon Schäuble und Konsorten nicht mehr weiter wissen, wie soll unsereins das Chaos durchblicken?

Warum, so fragen wir uns zum Beispiel, richten sich Finanzhändler eigentlich blitzartig nach diesen Rating-Agenturen – und behaupten danach, deren Urteil sei überhaupt nichts Neues? Oder: Wenn griechische Staatsanleihen plötzlich dreimal so viele Zinsen bringen wie noch vor kurzem – wäre es dann nicht schlau, gleich welche zu kaufen? Wäre es nicht, sagt der Experte, sondern ausgesprochen dumm. Weil man einen Teil seines Geldes hundertprozentig in den Wind schreiben könnte. Ach, das soll einer kapieren.

Wenn uns die Geheimnisse der globalen Finanzwelt schon nicht einleuchten – wenigstens die Auswirkungen auf unser eigenes Bankkonto würden wir gerne durchschauen. Dabei hilft Ihnen die AZ heute auf der Seite „Politik und Geld“. Die frohe Botschaft: Lassen Sie einfach alles so, wie es ist.

 

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