AZ-Kritik Mark Forster-Konzert: Es ist Liebe in der Olympiahalle

Patrizia Anderl • Video Producerin
Mark Forster begeisterte in München die vornhemlich weiblichen Fans. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Mark Forster brachte am Donnerstag sein Programm "Liebe" in die Münchner Olympiahalle. Die AZ-Konzertkritik.

 

München - Ganz leise ist schon vor dem Konzert von irgendwoher das Lied "Chöre" zu hören. Es klingt nach textsicheren Fans, die sich auf die folgenden zweieinviertel Stunden mit Mark Forster in der Olympiahalle einstimmen.

Eine riesige Uhr zeigt einen Countdown, die Blicke der Fans richten sich erwartungsvoll auf die große Bühne. Doch nicht von der Hauptbühne strahlt der Sänger dann in die Menge, vielmehr ist er schon mitten unter seinen Fans: unter Vorhängen ist eine zweite Bühne versteckt, auf der Forster auftaucht.

Auf einmal tritt auch Sido auf

Mit dem Titel "Liebe" aus dem aktuellen gleichnamigen Album lässt er die vor allem weiblichen Herzen gleich zu Beginn höher schlagen. Mit "Flash mich" animiert er seine Zuhörerinnen dann zum Singen und Tanzen. Auf der riesigen Leinwand läuft ein Film, der einen gezeichneten Mark Forster als Kind zeigt. In der kurzen Geschichte ist auch Mobbing ein Thema – und natürlich die Liebe. Beim Lied "Einmal" geht er dann durchs Publikum auf die Hauptbühne, wo sich hinter dem Vorhang seine zehnköpfige Band versteckt.

Auf der Leinwand sind der Künstler und seine Band in Nahaufnahme zu sehen, außerdem Bilder eines Flugs durch die Wolken, bunte Luftballons – und ein Videoanruf mit Sido, der auf diese Weise, auch ohne live in der Halle zu sein, den Titel "Danke, Danke" zusammen mit Mark Forster performte.

Es ist Liebe in der Olympiahalle

Die Show des 35-Jährigen heizte jedem ein – ob er wollte oder nicht: Neben jeder Menge Konfettiregen und beeindruckender Lichtshow kamen auch einige Flammenprojektoren zum Einsatz. Die Flammen schossen passend zum Beat in die Luft. Mit Passagen aus dem Titel "Chöre" rufsingen die Fans Mark Forster dann zurück auf die Bühne.

In der Zugabe dürfen sie den Titel dann auch endlich mit ihm zusammen singen. Kein Arm bleibt unten, alle klatscht und singt mit. Dem Titel "Liebe" des aktuellen Albums machte Mark alle Ehre. "Immer wenn wir besonders viel Liebe und Zuneigung spüren", sagt er, "dann zeigen wir das, indem wir den Arm heben und die Hand öffnen und schließen." Die Arme der Zuschauer heben sich. Die Olympiahalle ist voller Liebe.

 

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