AZ-Konzertkritik Marteria auf Tollwood: Party, bis die Wolken wieder lila sind

Marteria (hier bei einem Konzert in Frankfurt) begeisterte auf dem Tollwood. Foto: imago/Hartenfelser

Der Rostocker Rapper liefert in der Musik-Arena ein großes Spektakel ab. Inklusive fliegender T-Shirts, Feuer, Luftschlangen und Crowdsurfen. Die AZ-Konzertkritik.

München - Ganz am Ende, nach zwei Stunden schweißtreibender Arbeit in der eh schon gut warmen Musik-Arena, wird es dann nochmal richtig heiß. Marteria packt seinen letzten Song aus, "Feuer", und die Pyrotechnik auf der Bühne zündet die Fontänen ab. Es ist der Höhepunkt des Konzerts des Rostockers am Montagabend.

Das hatte allerdings wegen kleinerer technischer Probleme mit einer verspäteten Zeltöffnung begonnen, so dass special guest Chefket ein paar Minuten weniger Zeit hatte. Was der Stimmung aber vielleicht ganz zuträglich war, denn so recht wusste das Publikum nichts anzufangen mit den Songs, die er vorstellte.

Marteria feiert zwei Stunden lang mit den Fans

Ganz anders dann bei Marteria selber. Schon nach dem ersten Song "Aliens" hatte der Rostocker die Musik-Arena auf Touren gebracht. Dabei braucht der Fast-Profi-Fußballer kein großes Tamtam. Ein bisschen Licht, ein bisschen Nebel und die starke Bühnenpräsenz reichen, um das Publikum bestens zu unterhalten.

Und unterhalten wurde es prächtig. Egal ob mit "Scotty beam mich hoch", "Bengalische Tiger" oder "El Presidente": Marteria erfreute sich sichtlich an seiner Musik und an der Stimmung in der schweißgebadeten und auffallend gut ausgepegelten Musik-Arena. Natürlich flogen dann bei "Neue Nikes" die Schuhe und bei "Das Geld muss weg" die Becher auf die Bühne. Letztere nach Ansage des 35-Jährigen für die Initiative "Viva con Agua" - ganz im Sinne des Tollwood. Die Stagehands sammelten denn auch fleißig ein.

So geht es immer weiter, volle zwei Stunden gibt's das Beste von allen Alben des Rostockers. Als dann "Feuer" kommt, ist Marteria (und ein Teil der Fans) längst oben ohne. Und während den "letzten 20 Sekunden" lässt sich Marteria aus der Mitte des Publikums auf die Bühne tragen - auch Hip-Hop kann Crowdsurfing.

Und mit dem vielleicht größten Hit Marterias im Ohr strömen die Fans dann an die frische Luft auf's illuminierte Gelände: Party, bis die (Tollwood-)Wolken wieder lila sind.

 

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