AZ-Kommentar zur Bundesliga Der FC Bayern sollte nicht mehr nur auf den BVB schauen

, aktualisiert am 04.02.2019 - 08:43 Uhr
Der FC Bayern hat in der Bundesliga mittlerweile zwei Meister-Kontrahenten. Meint Patrick Mayer, Fußball-Chef der AZ Digital. Foto: AZ-Montage/imago/Jörg Schüler

Der FC Bayern verliert im Kampf um die Bundesliga-Meisterschaft einen weiteren Punkt auf den BVB. Doch auch ein zweiter Klub macht richtig Druck auf den Rekordmeister - für den nur der dritte Platz bleiben könnte. Ein Kommentar.

Dieter Hecking war zu Späßen aufgelegt. Er habe ein gutes Händchen gehabt, sagte ein ZDF-Reporter zum Trainer von Borussia Mönchengladbach. Hecking hob beide Arme, wedelte mit linker und rechter Hand. "Sogar zwei Händchen", meinte der Bundesliga-Coach - und lachte schelmisch.

Gladbach will "Außergewöhnliches" schaffen

Kein Wunder: Seine Gladbacher hatten am Samstagabend 2:0 beim FC Schalke gewonnen. Jetzt könnte man sagen: Bei der aktuellen Krise von "Königsblau" (12. Platz, nur sechs Saisonsiege) keine große Leistung. Doch es war eines dieser Spiele, die große Mannschaften gewinnen müssen, wenn sie was Großes erreichen wollen.

Weltmeister Christoph Kramer sprach im ZDF hinterher sogar davon, dass die Borussia das Ziel habe, "was Außergewöhnliches" zu schaffen. Und relativierte ganz schnell, dass damit freilich nur der Champions-League-Einzug gemeint sei.

Gladbach kann FC Bayern hinter sich lassen

Doch warum nicht von Größerem träumen? Warum nicht nach Größerem streben? "Nach 20 Spieltagen lügt die Tabelle nicht", meinte Kramer weiter. Korrekt: Nach besagten 20 Runden liegt Gladbach dank der besseren Torausbeute auf Platz zwei – vor dem großen FC Bayern (beide 42 Punkte). Den Münchnern, die ihr Spiel verloren.

Dem Rekordmeister, der sechs Mal in Folge Deutscher Meister geworden war – und der bei der (immer schwierigeren) Mission Titelverteidigung längst nicht mehr nur auf Tabellenführer Borussia Dortmund (49 Punkte) schauen sollte.

In der Saison 1967/77 war Gladbach das letzte Mal Meister. Der FC Bayern wurde seinerzeit nur Siebter – eine Spielzeit später sogar nur Zwölfter (!). Zumindest soweit dürfte es dieses Jahr nicht kommen.

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