AZ-Kommentar Wutausbruch von Winfried Kretschmann: Keine Einigkeit

Blumen beim Grünen-Bundesparteitag in Berlin. Die Partei liegt in einer Umfrage bei 7 Prozent. Foto: Rainer Jensen/dpa

AZ-Korrespondent Torsten Henke über den Wutausbruch von Winfried Kretschmann.

 

Der Wutausbruch von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann dokumentiert, dass der Parteitag vergangene Woche eine große Harmonie-Show war. Und dass es mit der groß zelebrierten Einigkeit bei den Grünen nicht allzu weit her ist.
Man könnte das Ganze als Petitesse abtun.

Doch wenn der erste und bislang einzige Regierungschef in der Sonnenblumenpartei seiner eigenen Mannschaft vorwirft, keine Ahnung zu haben, wenn er mit Blick auf das Aus für neue Verbrennungsmotoren ab 2030 von "Schwachsinns-Terminen" spricht und erklärt, dann müsse die Partei sich mit sechs oder acht Prozent zufrieden geben, ist das gravierend.

Denn das konterkariert die Bemühungen der Grünen, als seriöse Kraft wahrgenommen zu werden. Kretschmann drückt der Partei den alten Stempel als Ökospinner wieder auf.

 

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