AZ-Kommentar Wohn-Gipfel in Berlin: Es wird Zeit, endlich durchzustarten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zwischen Horst Seehofer (CSU, r) und Olaf Scholz (SPD) nach der Pressekonferenz zum Wohngipfel im Bundeskanzleramt. Foto: Michael Kappeler/dpa

Der AZ-Berlin-Korrespondent Claus Schöner über die Ergebnisse des Wohngipfels in Berlin.

 

Zweieinhalb Stunden waren wenig Zeit. Es war deshalb nicht damit zu rechnen, dass sich die Wohnungs- und Mietkrise mit einem Gipfel im Kanzleramt lösen lässt. Dennoch war es wichtig, dass die Akteure zusammengekommen sind. Es wird Zeit, endlich durchzustarten. Bezahlbares Wohnen ist zur neuen sozialen Frage geworden. Erste Beschlüsse hat die Koalition gefasst. Mit dem Baukindergeld und der besseren Wohnbauprämie wird es gerade Familien erleichtert, das nötige Eigenkapital zusammenzubekommen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.

Vernünftig ist auch, dafür Sorge zu tragen, dass Sozialwohnungen dauerhaft Bedürftigen zur Verfügung stehen. Bund und Länder können günstig Gebäude und Liegenschaften abgeben, Bauherren stärker unterstützen und von Bürokratie-Ballast befreien. Die Pläne für eine Musterbauordnung sind zu begrüßen. Die Länder müssen die Mittel, die sie für den sozialen Wohnungsbau aus Berlin bekommen, an die Kommunen weiterreichen. Manche wohlklingende Ankündigung findet sich im Gipfel-Kommuniqué. An die Arbeit! Es gibt wahrlich viel zu tun.

 

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