AZ-Kommentar Wirklich ein Aufbruch - oder nur Übergang?

Händeschütteln für einen guten Neuanfang? Florian Hinterberger, Robert Schäfer und Alexander Schmidt (v. l.). Foto: dpa

Am Sonntagmorgen wurde Alexander Schmidt offiziell vorgestellt. Nun hoffen die Löwen auf einen Umbruch unter seiner Leitung. Eine berechtigte Hoffnung?

 

Die Löwen-Bosse haben viel richtig gemacht am Samstag. Reiner Maurer zu beurlauben war – bei aller persönlichen Wertschätzung für seine Arbeit – logisch. Ebenso logisch war auch, Alexander Schmidt erst mal zu befördern. Der 44-Jährige hat Stallgeruch, ist ein guter Typ und hat bei der U 21 hervorragend gearbeitet.

Am Sonntag haben die Löwen-Bosse aber dennoch leider einiges falsch gemacht. Vor allem bei Geschäftsführer Robert Schäfer wurde man den Eindruck nicht los, dass er nicht die ganze Wahrheit sagte. Zu sehr versuchte er, ganz gelernter Vermarkter, Schmidt als langfristige Ideallösung zu verkaufen, immer wieder unterbrach er den zögerlicher wirkenden Hinterberger. Dabei sitzt Schmidt nicht so fest im Sattel, wie Schäfer weißmachen will. Die Bosse sind sich nicht einig, ob seine Beförderung das richtige Signal für den Aufbruch ist – oder Schmidt nur für den Übergang steht. Wieso sonst sollten sie weiter den Markt sondieren? Das klar zu sagen, wäre ehrlicher gewesen.

 

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