AZ-Kommentar SPD und die Groko: Selbstzerfleischung

Clemens Hagen.
Die wahlkämpfende Natascha Kohnen (rechts) hatte sich in einem Brief an die SPD-Bundesspitze bitterlich über die Beförderung von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen zum Staatssekretär im Innenministerium beklagt und so auch Andrea Nahles attackiert. Foto: Matthias Balk/dpa

Das sagt AZ-Politik-Vize Clemens Hagen über die aktuelle Situation der SPD. 

Groß ist die Große Koalition nur noch darin, sich selbst zu beschädigen.

Seit sie vor einigen Monaten unter schlimmen Geburtswehen das Licht der Welt erblickte, vergeht kaum ein Tag, an dem sich ihre Eltern (Wähler) nicht fragen, ob sie jemals richtig laufen (regieren) lernen wird. Nach beigelegtem Asylstreit und dem gelösten Fall Maaßen beginnt nun die SPD ohne echte Not mit der Selbstzerfleischung.

Sollte es, wie einige bereits befürchten, tatsächlich zum Putsch gegen die zunehmend isolierte Parteichefin Nahles kommen, könnte alles ganz schnell gehen mit den Neuwahlen, die angeblich keiner will.

Am Ende dieser Neuwahlen dürfte für die Volksparteien (ja, auch CDU und CSU würden massiv leiden) ein Ergebnis stehen, das selbst dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert nicht gefallen wird, dem selbsternannten Anführer des grokokritischen Flügels innerhalb der Partei. Die einzigen, die am Ende jubeln werden, sind die Rechten – und Linken.

Deshalb wird es höchste Zeit, dass die Regierung Kindergarten und -krankheiten hinter sich lässt.

 

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