AZ-Kommentar Schulz und das Flüchtlingsthema - eher ein Rohrkrepierer

Schulz' Attacke war nicht besonders klug, meint AZ-Korrespondent Claus Schöner. Foto: dpa/az

Nach der Warnung vor einer neuen Flüchtlingskrise hagelt es Kritik für Martin Schulz. Das sagt AZ-Korrespondent Claus Schöner zu dem Vorstoß des SPD-Kanzlerkandidaten.

 

Martin Schulz hofft, mit dem Flüchtlings-Thema im Wahlkampf wieder in die Offensive zu kommen, doch seine Attacke geriet zum Rohrkrepierer. Weil sein Alarmismus so durchschaubar ist. Schlimmer noch – er zieht die Aufmerksamkeit auf die Rolle der Sozialdemokraten in der Flüchtlingspolitik.

Damit liefert er dem politischen Gegner reichlich Angriffsfläche: Hat Angela Merkels Koalitionspartner ihren Kurs nicht grundsätzlich mitgetragen?

Indem er die Bilder der teils chaotischen Zustände wieder in Erinnerung ruft, kann er Merkel durchaus schaden. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die SPD davon profitiert. Vielmehr ist zu befürchten, dass Schulz Wahlkampfhilfe für die AfD leistet.

 

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