AZ-Kommentar Renten: Besser als ihr Ruf

Der AZ-Korrespondent Claus Schöner findet, Regierung muss Renten beseitigen. Foto: imago/AZ

Der AZ-Korrespondent Claus Schöner über die Renten-Erhöhung.

 

Die Rentner können sich freuen. Auch im kommenden Jahr wird es mehr Geld geben. Nicht viel, etwa zwei Prozent, kündigt die Rentenversicherung an. Dennoch liegen die Zuschläge über der Inflation. Und über der Rendite, die viele Sparer mit ihrer privaten Altersvorsorge erwirtschaften. So schlecht wie ihr Ruf ist die gesetzliche Rente also nicht, wenngleich es viele Härten und schlimme Schicksale und Ungerechtigkeiten gibt, um die sich die Politik kümmern muss.
Die Bundesregierung hat sich bereits daran gemacht, einige davon zu beseitigen. Doch der Preis der Rente mit 63 oder der Mütterrente ist hoch. Sie steigern den Druck in der demografieanfälligen Rentenversicherung und werden somit zu stärker steigenden Beiträgen als ohnehin geplant führen. Dennoch: Laut Umfragen gönnen die Jüngeren den Älteren höhere Renten. Weil sie die Lebensleistung älterer Generationen zu schätzen wissen.
Eine große Rentenreform wird es wohl in diesem Jahr nicht mehr geben. Umso wichtiger ist, Geld für später auf die hohe Kante zu legen – auch wenn das in Zeiten extrem niedriger Zinsen wenig Freude macht.

 

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