AZ-Kommentar Neuer Mietspiegel: Damit München kein Reichen-Ghetto wird

Ein Blick über Münchner Dächer: Laut Mietspiegel sind die Münchner Mieten wieder teurer geworden. Foto: Michael Nagy/LHM

Rathaus-Reporter Florian Zick über die neuen Irrsinns-Zahlen beim Mietpreis und den Münchner Mietspiegel.

 

Es ist schon absurd: Eigentlich soll der Mietspiegel Mieter vor Abzocke schützen. Doch in Ballungsräumen wie München sorgt er in seiner jetzigen Form für immer neue Preisrekorde.

Gut, dass sich Oberbürgermeister Dieter Reiter nun vorgenommen hat, Änderungen an der Berechnungsmethode durchzusetzen. Vom Innenminister bis zur Bundeskanzlerin will er mit allen diskutieren, wie ein echter Mietspiegel auszusehen hat.

Sonst wird München bald ein Reichen-Ghetto

Die Debatte ist überfällig. Das Ausklammern von alten Bestandsmieten hat die Bundesregierung 1982 beschlossen, damals getrieben von der FDP. Seitdem ist an dem Gesetz nicht viel verändert worden.

Es wird Zeit, die Regelung an heutige Verhältnisse anzupassen. Sonst wird München wirklich bald ein Reichen-Ghetto. Unbezahlbar für den einfachen Bürger.

 

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