AZ-Kommentar Neue Pläne für die Brienner Straße: Teileinbahngeregelt

"Halbscharige (Teil-)Lösung": Thomas Müller über die Pläne für die Brienner Straße. Foto: Google Maps/AZ

Vize-Chefredakteur Thomas Müller über die Pläne für die Brienner Straße.

 

Wenn die Stadt Verkehrsführungen überplant, muss man hellhörig werden – vor allem in der Altstadt. Wie in der Brienner Straße, die jetzt also – eine wundervolle Wortschöpfung – "einbahngeregelt" werden soll. Salopp gesagt: Es wird ein Sperrstöpsel eingebaut, um Autos rauszuhalten und Platz für Radler zu schaffen. Letzteres ist besonders dringlich, da Radler, um den Tod zu vermeiden, nur allzu oft auf den Gehweg ausweichen. Was neue Konflikte gibt.

Fraglich freilich wird's, wenn – um im Jargon zu bleiben – am Ende bloß eine "teileinbahngeregelte" Lösung herauskommt. Denn, so die Stadtplaner, der Bus müsse ja auch weiterhin durchfahren dürfen. Als wenn der Odeonsplatz nicht auf anderem Wege erreichbar wäre. Das veritable Chaos auf dieser Teilprachtmeile bliebe jedenfalls erhalten.

Hilfreicher wäre es, würde die Stadt endlich mal die großen Brocken angehen – wie etwa den Rückbau des Altstadtrings gleich ums Eck. Anstatt halbscharige (Teil-)Lösungen auszubrüten, die keinem was bringen.

 

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