AZ-Kommentar Maaßen-Kompromiss: Alles wurscht

Clemens Hagen.
Horst Seehofer und Andrea Nahles machen nach dem Gezänk fröhlich weiter - AZ-Politik-Vize Clemens Hagen über das Vorgehen der Koalitionspartner. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Politik-Vize Clemens Hagen über den Dauerstreit in der GroKo um Hans-Georg Maaßen und über Würde in der Ausübung politischer Ämter.

Schluss mit dem Affentheater! Das Gezänk in Berlin hat das Niveau von Kindergartenkindern, die sich im Sandkasten um ein Backförmchen streiten. Dabei hat die Eine das wichtigste Amt im Staate inne, der Zweite ist einer ihrer wichtigsten Minister und die Dritte immerhin Chefin der ältesten Partei Deutschlands. Dass sie alle eine gewisse Würde bei ihrer sehr öffentlichen Arbeit an den Tag legen sollten, verstünde sich eigentlich von selbst. Aber sie eiern herum, entschuldigen sich für das vor Tagen einhellig Beschlossene (außer Seehofer) und machen fröhlich weiter.

Dass den Menschen im Land der Kamm täglich etwas mehr schwillt, alle drei Parteien in der Wählergunst immer weiter abschmieren – alles wurscht. Wenn die Aussichten für die demokratische Mitte nicht so trübe wären, man würde die Neuwahlen lauthals herbeischreien.

 

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