AZ-Kommentar Gegenwind für Merkel: Partei am Gängelband

Clemens Hagen.
 Foto: gve

AZ-Politik-Vize Clemens Hagen kommentiert die innerparteilichen Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nicht die Flüchtlingspolitik ist es, die Angela Merkels innerparteiliche Kritiker ihr übel nehmen, sondern etwas Anderes: den Verlust des Finanzministeriums.

Das Schlüsselressort ist so etwas wie der Heilige Gral für Christdemokraten. Die Liste derer, die der Kanzlerin dieses Koalitionsgeschenk an die SPD nicht verzeihen können, ist lang: Da sind junge Wirtschaftsliberale wie Jens Spahn, Ehemalige wie Roland Koch oder Friedrich Merz, einflussreiche Mittelständler wie Carsten Linnemann und Ministerpräsidenten wie Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) oder Michael Kretschmer (Sachsen).

Eine Rebellion gegen die Kanzlerin beim Parteitag im Dezember ist zwar unwahrscheinlich, aber hinter ihrem Rücken werden die Messer gewetzt.

Merkel hat die Partei zu lange am Gängelband geführt. Die Quittung dafür wird sie in nicht allzu ferner Zukunft bekommen.

 

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