AZ-Kommentar Gaucks Amtszeit: Fünf bewegte Jahre

Mehr Streit wagen: Bundespräsident Joachim Gauck redet zum Ende seiner Amtszeit noch einmal den Deutschen ins Gewissen. Foto: M. Kappeler/dpa/AZ

AZ-Korrespondent Torsten Henke über den Abgang von Bundespräsident Joachim Gauck und die Amtszeit des 76-Jährigen.

 

Joachim Gauck war Mahner und Motivator, dem gesellschaftlicher Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement am Herzen lagen. Und vor allem: die Freiheit. Sie hat sich als roter Faden durch seine Amtszeit als Bundespräsident gezogen.

Dazu gehört für ihn auch ein starker Staat, der seine Bürger vor Gewalt und Terror schützt. Das passt zur alten Forderung, Deutschland müsse international mehr Verantwortung übernehmen, die ihm vor allem die politische Linke sehr übel nimmt.

Kein bequemer Präsident

Gauck war für die Politik kein bequemer Präsident. Zum Ende seiner Amtszeit nimmt er die Gesellschaft in die Pflicht: "Demokratie lernen und leben – als Respekt vor dem Anderen, als Verantwortung für das Gemeinwesen, als ständige Selbstermächtigung zur politischen Teilhabe."

Wohltuende Worte in diesen. Und auch, wenn er damit nicht viel ausrichten wird: Man wird Gaucks freundliche, ruhige, besonnene und menschliche Art vermissen.

 

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