AZ-Kommentar Die SPD und die Rente: Ein heißes Eisen

Ein älteres Paar geht einkaufen. Foto: Silas Stein/dpa

Das sagt AZ-Korrespondent Torsten Henke über die Rentenpläne der SPD.

Nein, das Thema gibt die gegen ihren Untergang kämpfende SPD nicht mehr aus der Hand, mit der Rentengarantie bis 2040 hofft sie, aus dem Umfragetief zu finden.

Die Frage ist nur, ob die Wähler sich hinters Licht führen lassen. Man muss kein Versicherungsmathematiker sein, um zu erkennen: Stabile Renten für die nächsten 22 Jahre trotz des sich verschärfenden Bevölkerungswandels, keine deutlich höheren Beiträge, keine längere Lebensarbeitszeit, keine Steuererhöhungen auf breiter Front – das kann nicht funktionieren.

Weshalb Angela Merkels Union die rentenpolitischen Luftschlösser des Koalitionspartners nicht mitbaut. Gleichwohl ist es richtig, sich die Rente abermals vorzunehmen, und zwar über die Pläne im Koalitionsvertrag hinaus. So wird über die Einbeziehung von Beamten, Selbstständigen und Politikern in die gesetzliche Rente zu reden sein.

Zugegeben: ein heißes Eisen.

 

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