AZ-Kommentar BRK-Pflegenotstand: Die neue Regierung muss zuhören

"Ausländische Pflegekräfte sind nicht der Weisheit einziger Schluss, aber schon jetzt in vielen Einrichtungen nicht mehr wegzudenken." Ein Kommentar von Nachrichten-Redakteurin Lisa-Marie Albrecht. Foto: Peter Kneffel/dpa/AZ

AZ-Nachrichten-Redakteurin Lisa Marie Albrecht über den Pflegenotstand beim BRK.

Alt werden will jeder, alt sein kaum jemand. Kein Wunder, wenn Verbände wie das BRK düstere Zukunftsvisionen heraufbeschwören, sollten sich nicht bald mehr Pflegekräfte finden und - nicht selbstverständlich - auch halten lassen.
Ausländische Pflegekräfte sind nicht der Weisheit einziger Schluss, aber schon jetzt in vielen Einrichtungen nicht mehr wegzudenken.

Solange aber in Bayern die 3+2-Regelung, die Asylbewerbern den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht, nicht konsequent umgesetzt wird, solange sich die CSU gegen den "Spurwechsel" wehrt, solange ausländische Pflegekräfte ewig auf die Anerkennung ihrer Qualifikationen warten müssen, liegt einiges im Argen. Man kann nur hoffen, dass die neue Regierung denen zuhört, die durch ihre tägliche Arbeit wissen, was zu tun ist.

Und noch viel besser freilich wäre, wenn sie dann auch schnell handeln würde.

 

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