AZ-Kommentar Abwrackprämie für Diesel? Scheuers Nebelkerzen

Wann macht Kanzlerin Angela Merkel das Thema endlich zur Chefsache? Foto: imago/AZ

Das sagt AZ-Korrespondent Claus Schöner über eine mögliche Abwrackprämie. 

Der Verkehrsminister verspricht ein Konzept für Nachbesserungen bei älteren Diesel.

Sollte er nicht endlich im Umgang mit den Schummel-Autobauern unter dem Eindruck von immer mehr drohenden Fahrverboten eine härtere Gangart einlegen? Wird er die Branche in die Pflicht nehmen, Autos im großen Stil nachzurüsten? Schön wär’s. Scheuer hat nur Nebelkerzen geworfen.

Nun hat er präzisiert, dass technische Nachrüstungen seiner Ansicht nach nur bei Bussen und kommunalen Fahrzeugen sinnvoll seien. Die "normalen" Diesel-Fahrer schauen weiter in die Röhre. Entweder, sie müssen bald in vielen Städten ihr Auto stehenlassen, oder sie kaufen sich einen neuen Wagen.

Doch selbst wenn Scheuer die Industrie dazu bringt, gebrauchte Fahrzeuge zu hohen Preisen zurückzukaufen – viele Menschen sind gar nicht in der Lage, sich ein neues Auto zu leisten. Es kann nicht die bessere Alternative zur technischen Nachrüstung sein, Zigtausende eigentlich langlebige Diesel zu verschrotten oder ins Ausland zu exportieren.

VW zum Beispiel ist in vielerlei Hinsicht auf den Staat angewiesen. Da muss es möglich sein, den Konzern zu mehr Kooperation zu bewegen.

Wann macht Kanzlerin Angela Merkel das Thema endlich zur Chefsache?

 

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