AZ-Interview Rob Friend: "Meine Frau ist eine Super-Mom"

Rob Friend mit seinen beiden Kindern Lucas und Leyla. Die beiden haben mit Natalie Marie ein Geschwisterchen bekommen. Foto: sampics

1860-Stürmer Rob Friend wird im August bereits zum dritten Mal Papa. Wer bei ihm zu Hause die Windeln wechselt, was er seinen Kindern vermittelt, wann er selbst zum größten Kind wird.

 

AZ: Herr Friend, Sie werden demnächst zum dritten Mal Vater. Aufgeregt?

ROB FRIEND: Absolut. Drei Kinder sind eine Menge Arbeit. Natürlich sind wir überglücklich. Termin ist der 9. August. Es wird ein Mädchen.

Das ist schon sehr bald...

Ja. Dann haben alle unsere Kinder im August Geburtstag. Mein Sohn Lucas wird vier und meine kleine Tochter Leyla zwei Jahre alt. Der November scheint ein guter Monat zu sein – dann ist es in Deutschland kalt, dunkel und ungemütlich draußen. (lacht)
Wie bekommen Sie das hin – gleichzeitig Fußballprofi und Vater zu sein?

Das ist nicht immer einfach. Vor allem, weil wir hier in Deutschland keine Familie haben, die uns helfen kann. Normalerweise hast du Opa und Oma in der Nähe. Aber die Eltern meiner Frau Mari kommen für den ersten Monat extra aus den USA und dann werden meine Mutter und mein Vater sie ablösen. Und meine Frau ist echt eine Super-Mom – sie macht alles, damit ich mich nur auf Fußball konzentrieren kann. Aber natürlich erledige auch ich zu Hause so einige Dinge ...

…wie ist denn die Arbeitsaufteilung im Hause Friend?

Wer gerade die Energie hat, kümmert sich.

Wer wird nachts aufstehen, wenn das dritte Baby da ist?

(lacht) Hoffentlich meine Frau. Wir haben das noch nicht wirklich besprochen.

Wer wechselt die Windeln?

Kein Problem. Da bin ich mittlerweile Experte.

Was ist Ihnen bei der Erziehung Ihrer Kinder wichtig?

Wir sind keine Eltern, die sehr streng sind – aber wir wollen ihnen schon ein paar Dinge mitgeben. Zum Beispiel Respekt zu haben – vor jedem. Und dass du im Leben alles erreichen kannst, wenn du hart arbeitest. Ich habe immer nach diesem Motto gelebt.

Was noch?

Dankbar zu sein, für das, was man hat. Meine Kinder wachsen in einem sehr guten Umfeld auf, mit guten Eltern. Das sollen sie zu schätzen lernen. Denn es gibt leider viele Kinder auf der Welt, denen es sehr schlecht geht.

Verstehen Ihre Kinder das in ihren jungen Jahren schon?

Meine Tochter natürlich noch nicht, sie wird ja erst zwei Jahre alt. Aber meinen Sohn, der wahnsinnig gerne Fußball spielt, frage ich immer: Willst du irgendwann auch mal in so einem großen Stadion spielen wie Daddy? Er sagt dann immer nur: Oh ja. Und dann sage ich ihm: Okay, aber dann musst du viel trainieren. Lucas kommt fast jeden Tag zu mir und fragt mich, ob ich mit ihm in den Garten gehe und Fußball spiele. Das mache ich dann natürlich auch.

Werden noch weitere Kinder dazukommen?

(lacht) Ich denke nicht. Auch das dritte Kind war eigentlich nicht geplant, aber wir freuen uns natürlich trotzdem auf die Kleine. Dennoch hat meine Frau jetzt gesagt: Das war's.

Sind Sie in manchen Situationen selbst auch noch Kind?

Oh ja. Vor allem, wenn ich mit meinen Kindern spiele. Meine Frau sagt immer, ich sei das größte Kind in der Familie. 

 

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