AZ-Interview Oberbürgermeister Alexander Putz zeigt seinen Lieblingsplatz

Oberbürgermeister Alexander Putz an seinem "Landshuter Lieblingsplatz" im Söller der Burg Trausnitz. Foto: Bernd Wackerbauer

AZ-Fotograf Bernd Wackerbauer zeigt in seiner AZ-Serie die Lieblingsplätze von Landshutern. Heute dabei: Oberbürgermeister Alexander Putz (54).

AZ: Herr Putz, woher kommen Sie eigentlich genau?
ALEXANDER PUTZ: Ich bin nicht Landshuter, ich bin in Österreich geboren, in Klosterneuburg, in der Nähe von Wien und bin 1982 mit 19 Jahren nach Landshut gekommen.

Und wo befinden wir uns gerade?
Wir sind auf der Burg Trausnitz am Söller, ein Geschoss oberhalb des Weißen Saals.

Ein wunderschöner Ort mit einer sehr, sehr schönen Aussicht vor allem auf unsere historische Innenstadt. Warum ist gerade die Burg Ihr Lieblingsort?
Ich habe eigentlich mehrere Lieblingsorte, und es ist schwer, diese in eine Reihenfolge zu setzen. Aber mit dem Söller hier auf der Burg Trausnitz verbindet mich eine persönliche Geschichte sehr intensiv: Ich habe am 4. Juni 2010 meine Frau Sabine geheiratet, und wir haben hier oben auf der Burg im weißen Saal am Abend gefeiert. So gegen 23 Uhr habe ich selbst die Braut entführt. Hier, direkt vor der Balustrade, vor dem Balkon, stand ein Tisch mit einer Flasche Champagner, beleuchtet, und ein kleiner Brautstrauß. Da haben wir dann eine halbe Stunde nur zu zweit gesessen und haben uns vom Trubel des Tages ein bisschen entspannt und gemeinsam auf die Stadt geschaut. Das war ein ganz besonderer Moment, an den ich sehr, sehr gerne zurückdenke.

Kommen sie öfter auf die Trausnitz?
Na ja, seit ich Oberbürgermeister bin, gibt es einige offizielle Termine hier – und ab und zu zeigt man auch Bekannten, die von weiter herkommen, die Burg. Aber nicht in großer Regelmäßigkeit. Natürlich war ich mit meiner Frau schon bei Veranstaltungen hier. Ja, dann kneifen wir uns immer noch und erinnern uns an diesen schönen Tag. Es war zum Beispiel auch ein wunderschöner Moment, als wir unten durchs Tor hineingegangen sind. Die Gäste, es waren so 120 Leute, standen oben auf dem Balkon und haben uns empfangen. Das war ein ganz besonderer Moment, und immer wenn wir gemeinsam durch das Tor gehen, denken wir daran.

Gibt es eine besonders gute Tageszeit, um die Burg zu besuchen? Oder eine schönste Jahreszeit?
Ja eigentlich kann man das so nicht sagen. Es ist bloß wichtig, dass es nicht zu sehr windet. Bei starkem Wind wird es relativ kühl und ungemütlich. Das ist auch bei Veranstaltungen, die hier am Söller stattfinden, hin und wieder ein Problem. Ansonsten gibt es ganz unterschiedliche Tageszeiten, zu denen es sich lohnt, hier zu sein: Das Morgenlicht, die Abendsonne, aber insbesondere natürlich auch die Nacht, wenn die Stadt beleuchtet ist. Das sind sehr unterschiedliche Zeiten, zu denen es schön ist, hier zu sein.

Haben Sie einen Tipp für unsere Leser?
Der Weg zur Burg ist ein wenig beschwerlich von der Stadt herauf, aber es lohnt sich ihn zu Fuß zu gehen übers Ochsenklavier oder auch durch den Hofgarten. Es ist wunderschön, hier Zeit zu verbringen, vielleicht spazieren zu gehen und zu entspannen. Demnächst wird in der Burgschänke ein neuer Pächter den Betrieb aufnehmen. Ich denke, dem sollte man auch eine Chance geben und einfach öfter mal den Weg nach oben suchen.

 

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