AZ-Gourmet-Aktion Verlängert! Ess-Klasse in der Pfistermühle - Gourmets unter dem Gewölbe

, aktualisiert am 19.04.2018 - 16:45 Uhr
Die Gastgeber der Ess-Klasse im April, Sous-Chef Tino Nawrocki (links) und Restaurantleiter Patrick Reisenauer, in der frisch renovierten Pfistermühle. Das Gewölbe stammt noch aus dem 16. Jahrhundert, die Inneneinrichtung ist sorgsam auf das historische Gebäude abgestimmt. Foto: Petra Schramek

Ab Dienstag gastiert unsere Gastro-Aktion in der Pfistermühle am Platzl in München: Im April gibt es dort fünf Gänge mit Weinen für 69 Euro. Übrigens: Da die Ess-Klasse in der Pfistermühle so gut angekommen ist, haben wir die Aktion um zwei Wochen verlängert!

Viele Münchner verschlägt es äußerst selten ans Platzl, und so wissen sie, mal abgesehen davon, dass dort das Hofbräuhaus steht und der Rest von Schuhbeck beherrscht wird, recht wenig darüber. Als Touristenzentrum gilt die Ecke.

Was einerseits stimmt, andererseits natürlich seine Gründe hat: Einfach schön sind die Kopfsteinpflasterwege und alten Häuser, ein kleiner Spaziergang lohnt sich.

Eines dieser historischen Gebäude ist die alte Pfistermühle. Nach einem Brand 1578 wurde sie neben dem Pfisterbach, der ungefähr an Stelle der Sparkassenstraße fließt, wieder aufgebaut. In den 80er Jahren, als das Platzl Hotel neu gebaut wurde, wurde aus der Pfistermühle das zum Hotel gehörende Restaurant.

Die Pfistermühle präsentiert sich in neuem Gewand

Und dieses Restaurant ist vergangenes Jahr nun umfangreich saniert worden. Eine halbe Million Euro haben Inselkammers, die Besitzer, dafür in die Hand genommen. Die alte Eichenholzvertäfelung ist gelaugt und aufgehellt wieder eingesetzt worden, was das Lokal frischer wirken lässt. Die Küche ist mit mannshohen Backblechen abgetrennt von den Stuben, die Namen tragen wie "Raum Mühlstein", "Raum Pfisterbach", "Raum Erntekammer" oder "Raum Backstube". Die Lampen in den Zimmern sind aus alten Mehlsäcken gefertigt, die Weinkühler handgetöpfert. Sehr geschmackvoll und modern präsentiert sich die Pfistermühle nun. Und das sollen auch die Münchner mitbekommen, die sich sonst vielleicht nicht so oft an den Platzl verirren.

Im April also ist das Restaurant Pfistermühle Gastgeber der Ess-Klasse, der Gourmet-Aktion der Abendzeitung mit Rindchens Weinkontor. Fünf Gänge mit Weinbegleitung und Aperitif gibt es dann dort für 69 Euro pro Person, vier Wochen lang.

Das Team, welches die Ess-Klasse umsetzt, hat sein Handwerk in Fünf-Sterne-Hotels gelernt. Küchenchef Michael Sobota beschreibt seinen Stil als alpenländische Küche mit internationalen Aromen, und verarbeitet werden in dem ehemaligen Münchner Handwerksbetrieb natürlich vor allem lokale Erzeugnisse.

Ismaninger Kraut nach 600-jähriger Tradition

So bauen zum Beispiel das Ismaninger Kraut, eine Beilage im dritten Gang des Ess-Klasse-Menüs, nur noch zwei Bauern in Ismaning an; sie stellen ihre eigene Saat her, nach einer 600 Jahre alten Tradition, und das Kraut, das so entsteht, hat eine leichte, elegante Süße, ist feiner im Geschmack als anderes Kraut.

Die Lachsforellen aus dem Menü stammen aus der Fischzucht Birnbaum bei Landsberg am Lech, von der auch das Tantris seine Fische bezieht. Der Züchter Nikolai Birnbaum ist ein absoluter Fischnarr, der mit seinen Tieren sehr gut umzugehen weiß. Ab Montag nun ist das Menü, das sich das Küchenteam der Pfistermühle erdacht hat, im Restaurant erhältlich.

Neben den gebeizten Lachsforellen werden Ihnen dort Bärlauch, Flusskrebse, ein Freilandhuhn und sogar ein Müsli als Dessert begegnen. Um einen Tisch zu reservieren, rufen Sie (bitte erst ab dem Mittag) in der Pfistermühle an und nennen das Stichwort "Ess-Klasse".

Die Ess-Klasse wurde um zwei Wochen verlängert!

Da die Ess-Klasse in der Pfistermühle so gut angekommen ist, haben wir die Aktion um zwei Wochen verlängert.
Alle Infos: Restaurant Pfistermühle, Pfisterstraße 4, Ess-Klasse vom 3. April bis zum 12.Mai. Reservierung mit dem Stichwort "Ess-Klasse" unter: 23 70 38 65.


APERITIV: Auf das Menü stimmt der Aperitif "Spatzl im Platzl" ein, kreiert auf Basis des Riesling Sekt brut vom Weingut Reh. Mit Orangen-Chili-Likör, Limettensaft und Chocolate Bitter schmeckt der Aperitif wie ein besserer Spritz.

1. Gang: Lachsforelle von der Fischzucht Birnbaum mit Zitronenverbene gebeizt - Radieserl-Sud - Mandelöl - Pastinaken

Raffiniert spielen hier verschiedene Aromen und Texturen miteinander, im Mittelpunkt aber steht klar die Lachsforelle. Der trockene Rivaner vom Weingut Peth-Wetz in Rheinhessen mit seinem Duft nach grünem Apfel erschlägt den Fisch nicht und fügt sich in seine Rolle als vornehmer Begleiter im Glas.

2. Gang: Bärlauchschaumsuppe - Schweinebauch - Süßholz

Der Frühlingsbote Bärlauch hier als knalliges, aber feines Süppchen, gepaart mit einem deftigen Happen Schweinebauch. Ein Fall für Carmen (siehe Foto oben), ein Weißweincuvée aus Müller Thurgau, Bacchus und Gewürztraminer aus dem Hause Schwedhelm in der Pfalz, das Frische mitbringt.

3. Gang: Ravioli von bayerischen Flusskrebsen in Safranbutter mit Vanille und Ismaninger Kraut

Ein herrlicher Wohlfühl-Gang, der begleitet wird von dem Grünen Veltliner aus dem Jahrgang 2016 vom Weingut Forstreiter im Kremstal. Leicht nach Ananas duftend, im Geschmack saftig und rund, muss er nicht hinter der Freude an den Flusskrebsen zurückstecken.

4. Gang: Bayerische Freilandhühnerbrust mit Maismühlencreme, geschwärztem Babymais, Rote-beete-Popcorn und Portweinsauce

Jede Menge Aromen gilt es zu entdecken, wir wollen Sie nicht vorweg nehmen. Nur so viel: Der sizilianische Passimiento, ein Cuvée aus Nero d’Avola und Frappato, samtig am Gaumen und schmelzig im Abgang, passt wunderbar dazu.

5. Gang: Geeistes Pfistermühlen-Müsli mit Johannisbeersorbet, Joghurtschaum, Knuspermüsli und Beeren-Baiser

Was trinkt man nur zu einem Dessert, das an ein Frühstück erinnert? Noch keinen Kaffee jedenfalls! Im Rahmen der Ess-Klasse erst einmal einen Fine White Portwein von J.H. Andresen aus dem Douro-Tal.

 

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