AZ-Filmkritik "Killer's Bodyguard": Wer solche Feinde hat, braucht keine Freunde

Der inhaftierte Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson). Foto: 20th.C. Fox

"Killer’s Bodyguard", ein gelungener Actionfilm voller Lässigkeit und dreckigem Lachen.

Der Massenmörder Dukhovich (Gary Oldman) steht in Den Haag vor Gericht. Bis auf einen Dissidenten gibt es keine Zeugen mehr. Da verfällt die Politik auf die Idee, den inhaftierten Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson) gegen Dukhovich aussagen zu lassen. Der ist bereit, wenn dafür seine Frau (Salma Hayek) aus dem Knast kommt.
Doch bei Kincaids Transport gerät die verantwortliche Agentin Amelia (Elodie Yung) in einen Hinterhalt. Sie sucht Hilfe bei ihrem Exfreund, dem Top-Bodyguard Michael (Ryan Reynolds). Dass der ausgerechnet seinen alten Gegner Kincaid schützen soll, passt ihm nicht so recht.
Das ironische Superhelden-Spektakel „Deadpool“ mag für Ryan Reynolds ein Einschnitt gewesen sein. Jetzt geht der Hollywood-Star seiner Liebe zum burlesken Knochenbruch, zur Übertreibung und Narretei voll nach – auch in „Killer’s Bodyguard“. Der Film ist rasant, etwa in den Grachten von Amsterdam, als Kincaid in einem Motorboot jede Ausflugsseligkeit zerpflügt. Das Salz in der Suppe aber ist der kaputte Charme des neurotisch-zerknirschten Bryce und die Lässigkeit und das dreckige Lachen von Kincaid.
Diese liebevoll gespielten Typen können über kleine handwerkliche Mängel und tonale Irritationen hinweg tragen. So schafft es der Film nicht in die Top Ten der besten Actionfilme, aber Schwung, Sinn für haarsträubende Verkettungen und eine Handlung mit ernsten Aspekten sind ihm nicht abzusprechen.


Regie: Patrick Hughes (US, 119 Min.)

Kinos: Cinema (OV), Cadillac & Veranda, Gloria, Mathäser (alle auch OV), CinemaxX, Leopold, Royal

 

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