Bunter, wilder, weiter: "Hotel Transsilvanien - Ein Monster Urlaub" übertreibt zu Lasten der Charakterzeichnung.

Der Kinogänger kennt Monster wie Godzilla, Kaiju, King Kong. Doch auch die Ungetüme werden moderner, vielfältiger - und sie dürfen sich von ihrer guten Seite zeigen. Spätestens mit dem Animationsfilm "Monster AG" (2001) lernte der Zuschauer, dass Monster dem Menschen gar nicht so unähnlich sind. Genauso ist es auch in der Familienkomödie "Hotel Transsilvanien". Nach den ersten beiden Teilen erleben Drakula und seine Familie nun in "Ein Monster Urlaub" das dritte Abenteuer.

"Monster, Mensch, Einhorn spielt keine Rolle", flötet Vampirin Mavis: "Wir sind doch alle gleich". Schließlich gehört mit Johnny inzwischen auch ein Mensch zur Vampir-Familie. So macht sich die bunt gemischte Truppe aus Drakulas Familie, Werwölfen, Frankenstein und Co. auf den Weg in den Urlaub. Und wo könnte man den besser genießen, als auf einem Kreuzfahrtschiff?

Schlechter als die Vorgänger

Drakula (gesprochen von Rick Kavanian) verguckt sich an Bord sofort in die heiße, aber leider menschliche Kapitänin Ericka (Anke Engelke). Doch diese führt Übles im Schilde.

Die Macher um Regisseur Genndy Tartakovsky haben sich zwar einige lustige Kniffe einfallen lassen, doch trotzdem reicht das Gesamtkonzept nicht mehr an die vorherigen Teile heran. Als Zuschauer hat man das Gefühl, alles musste nochmal größer, lauter und etwas absurder werden als zuvor. Die Menge an Figuren lässt ihre Facetten verblassen.


Kino: Cadillac, Solln Leopold, Mathäser sowie Cinemaxx, Royal (auch 3 D) sowie Museum, Cinema (OV,3D) R: G. Tartakovsky (USA, 98 Min.)

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