AZ-Filmkritik "Gold": Gier kann gut sein

Kenny Wells (Matthew McConaughey). Foto: Studiocanal

Im Rausch des Traums von Reichtum und Glück: "Gold" mit Matthew McConaughey.

 

Als Kenny eines Tages aus einem Vollrausch aufwacht, ist ihm klar: Er muss nach Indonesien um dort nach Gold zu graben! Da er die große Bergbaufirma der Familie an den Rand des Bankrotts gebracht hat, ist das die letzte Chance, das Ruder herumzureißen. So fliegt Kenny (Matthew McConaughey) ab, um den berühmten Geologen Acosta (Edgar Ramirez) zu treffen.

Auch dessen Karriere ist an einem Tiefpunkt, und so willigt er schließlich ein, mit Kenny nach Gold zu suchen. Nachdem er ihm eine geeignete Stelle gezeigt hat, schließen sie auf einer Papierserviette einen Vertrag: Kenny regelt die Finanzierung, Mike trifft die Vorbereitungen. Gewinne: 50/50.

Nach Testbohrungen kommen die Probleme: Die Bohrergebnisse sind schlecht, Kenny fängt sich die Malaria ein und die Arbeiter streiken. Doch dann: der Durchbruch auf eine Goldader! Der Clou des Film ist, dass er nicht auf das goldene Ziel zusteuert, sondern von hier aus erst die Spannung und eigentliche Geschichte aufbaut: Was passiert nach dem Erfolg, wenn Trittbrettfahrer auftauchen, Gier aufkommt und damit Streit und es noch politisch brisant wird. Doch Kenny Wells und Mike Acosta lassen sich nicht unterkriegen. Träume verwirklichen sich, wenn auch anders als gedacht.

Regisseur Stephen Gaghan inszeniert "Gold" als Geschichte eines Mannes, dem man begegnet, als er am Boden liegt. Aber als Repräsentant des amerikanischen Traums spielt Matthew McConaughey einen Amerikaner, der für einen Traum bis ans Ende der Welt geht. "Gold" zeigt nicht nur den schnellen Aufstieg, sondern – in spannenden Wendungen – auch die Vergänglichkeit des Glücks und spielt mit der Schönheit des indonesischen Urwaldes, der durch den Goldrausch gefährdet ist.


Kino: Gabriel, Monopol

R: Stephen Gaghan (USA, 121 Min.)

 

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