AZ-Filmkritik "Ferdinand der Stier" - Flower Power statt Kampfarena

Ferdinand, der Blumenfreund, und seine Freunde. Foto: Fox

Die wunderbare Umsetzung eines Kinderbuchklassikers "Ferdinand der Stier".

Schon 1936 erschien das Kinderbuch "Ferdinand, der Stier" des US-Autors Munro Leaf. 1938 machte Disney daraus einen Kurzfilm. Jetzt ist Regisseur Carlos Saldanha die Umsetzung der wundervollen Buchvorlage in einen berührenden Animationsfilm gelungen, der humor- und liebevoll die Geschichte eines Stiers erzählt.

Stiere sind in der Regel leicht reizbare Kraftpakete. Doch Ferdinand liebt Blumen und ist Pazifist. Schon als Jungbulle interessieren ihn die Rivalitätskämpfe der anderen nicht. Er gießt Blumen und lebt in den Tag hinein. Als sein Vater nicht mehr von einem Stierkampf zurückkommt, nimmt Ferdinand von der Trainingsfarm Reißaus. Auf einem Bauernhof wird er von einem Mädchen aufgenommen und hat endlich die Möglichkeit, den ganzen Tag ungestört mit ihr und ihrem Hund die Natur zu genießen. Doch Ferdinand bleibt nicht ewig ein kleiner Bulle, sondern wächst zu einem Stier heran. Als er von einer Biene gestochen wird, stürmt er durchs Dorf und zerstört aus Versehen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Alle halten Ferdinand jetzt für gefährlich, und so wird er verdonnert, in der Arena zu kämpfen und kräftig dafür zu trainieren. Wie kommt er aus dieser Nummer wieder heraus?

Schon in den "Ice Age"-Filmen des Animationsstudios Blue Sky war der Humor herrlich albern, doch auch die leisen Töne wurden angeschlagen. Das funktioniert auch bei "Ferdinand – Geht stierisch ab!" Schon der Kurzfilmvon 1938 von Disney hatte Charme und Herz und propagierte die Botschaft "Sei du selbst". In der langen Version geschieht das nun so spielerisch und liebevoll, dass man Ferdinand und die anderen Stiere schnell ins Herz schließt.

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