AZ-Filmkritik "Die Lebenden reparieren" - Ein wahrer Blick auf das Leben

Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) suchen verzweifelt die Nähe zu Ihrem Sohn Simon (Gabin Verdet). Foto: Wild Bunch

Wie man eine mit starken Emotionen aufgeladene Geschichte inszeniert, ohne in rührselige Muster zu verfallen, zeigte die französische Filmemacherin Katell Quillévéré in "Die Lebenden reparieren", einer Adaption des gleichnamigen Romans von Maylis de Kerangal, der das Thema Organspende aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und verschiedene Schicksale zu einer aufwühlenden Erzählung zusammenführt.

 

Der Teenagers Simon (Gabin Verdet) erleidet nach einem Unfall ein Schädelhirntrauma. Wie seine Eltern Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) erfahren, sind die Schäden so gravierend, dass der Junge nur noch von den Maschinen am Leben gehalten wird. Eine erschütternde Nachricht, die das seit Längerem getrennte Paar schon bald vor eine schwierige Entscheidung stellt. Im entfernten Paris begreift die herzkranke Claire (Anne Dorval) unterdessen, dass sie dringend ein Spenderorgan benötigt. Besonders dem jüngeren ihrer beiden Söhne verheimlicht sie den Ernst der Lage.

Zwei Familien mit jeweils eigenen Sorgen und Problemen stehen im Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Films, der behutsam davon erzählt, wie eng das Leben mit dem Tod verknüpft ist. Und wie nah Hoffnung und Trauer manchmal beieinanderliegen.

 

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