AZ-Filmkritik "Burg Schreckenstein 2" - Jungs gegen Mädchen

Strehlau (Eloi Christ, li.), Dampfwalze (Chieloka Nwokolo) und Stephan (Maurizio Magno) schleichen sich aufs Mädcheninternat. Foto: Concorde

Ralf Huettner liefert mit "Burg Schreckenstein 2 – Küssen (nicht) verboten" eine solide Fortsetzung des Jugendabenteuers.

 

Nach der charmant modernisierten Verfilmung des ersten Burg-Schreckenstein-Abenteuers, das auf den ein wenig angestaubten Büchern von Oliver Hassencamp um ein Jungeninternat mit strengem Ritterkodex beruht, hat Regisseur Ralf Huettner ("Vincent will meer") jetzt eine Fortsetzung gedreht – mit derselben guten Darstellerriege: allen voran Sophie Rois als strenge Frau Dr. Horn vom Nachbarinternat Rosenfels. Was Drehbuchautor Christian Limmer zur recht spannenden, internatsübergreifenden Geschichte um eine Schatzsuche inspirierte - mit ersten Schmetterlingen im Bauch.

Bei einem Ruderwettbewerb der "Schreckies" gegen die "Hühner", der von gegenseitigen Sabotageakten durchzogen ist, kommt es unter Wasser zum ersten Kuss. Doch bleibt keine Zeit, diese furchterregende Erfahrung zu verarbeiten, denn der Zeppelin des Grafen (Harald Schmidt) stürzt ab, und Herr Schreckenstein muss verletzt ins Krankenhaus. Der vor dem finanziellen Ruin stehende Graf übergibt daraufhin das Zepter an seinen prolligen Verwandten Kuno, der witzig, aber zu klamaukig von Uwe Ochsenknecht gespielt wird.

Allerdings werden gerade Kuno auch jede Menge mäßig witzige Drehbuchzeilen wie "Kennen Sie doch Goethe. Also den echten, nicht den von ,Fack ju Göhte’" in den Mund gelegt. Der gutmütige, aber durchsetzungsstarke Internatsleiter, der erneut überzeugend von Henning Baum verkörpert wird, verbietet Smartphones auf der Burg. Schließlich haben die jungen Ritter schulisch Wichtiges zu tun.

Dieses Mal müssen Stephan (Maurizio Magno), Ottokar (Benedict Glöckle), Mücke (Caspar Krzysch), Strehlau (Eloi Christ) und Dampfwalze (Chieloka Nwokolo) die Burg retten, indem sie einen Schatz ausfindig machen. Doch führt eine heiße Spur– begleitet von der passablen Filmmusik von Andrej Melita und Bananafishbones-Musiker Peter Horn – sie in die Bibliothek des Mädcheninternats. Und wer die auch gelungene erste "Burg-Schreckenstein"-Verfilmung mochte, hat auch in diesem Sequel um kostbare Bibeln und verbotene Küsse Spaß.


Kino: Cinema, Mathäser, Münchner Freiheit, Museum Lichtspiele
Regie: Ralf Huettner (D, 100 Min.)

 

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